Die SVK zollt der Krefelder Badmisere Tribut

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Die SVK zollt der Krefelder Badmisere Tribut

Am Auswärtswochenende unterliegt das DWL-Team zweimal mit 12:10

Stark gehandicapt durch fehlende Trainingszeiten auf Grund der fortdauernden Schließung des Badezentrums ging es am Wochenende für die SVK nach Weiden und Berlin. Nach den Spielausfällen zu Jahresbeginn war das Spiel gegen die SV Weiden am Samstag für das Team von Trainer Werner Stratkemper das erste Spiel des Jahres.

Die SVK brauchte einige Zeit um mit den schwierigen Bedingungen im kleinen Becken und den „tropischen“ Temperaturen in der Weidener Thermenwelt zurecht zu kommen. Leider merkte man ihr die fehlende Spielpraxis deutlich an. So gab sie die ersten drei Viertel an die Hausherren ab und als beim Stand von 10:5 vor dem letzten Viertel bereits drei Krefelder mit drei persönlichen Fehlern draußen waren, war das Spiel eigentlich gelaufen.

Aber die Männer ließen sich von dem deutlich unausgewogenen Ausschlussverhältnis – zum Schluss waren es 19 gegen die SVK und 12 für die Heimmannschaft, bei gleich drei Doppelherausstellungen – nicht allzu sehr beindrucken. Gute Abwehrarbeit im Unterzahlspiel gepaart mit der Weidener Abschlussschwäche verhinderten Schlimmeres. Mit nur acht Feldspielern das Schlussviertel zu bestreiten, stellte die Spieler vor eine große konditionelle Herausforderung.

Wider Erwarten meisterte die Mannschaft diese hervorragend und zeigte, dass sie zumindest konditionell und physisch fit ist. Wie ausgewechselt ging sie bis zur letzten Sekunde in die Zweikämpfe. Das 10:6 durch Dusan Dragic war der Weckruf für sein Team, dass sich Tor für Tor auf 11:10 herankämpfte. Trotz des 11. Treffers der Wei-dener und einiger fragwürdiger Entscheidungen gegen sie glaubten die Spieler an sich. Kurz vor Schluss hatte Moritz Pohlmann aus kurzer Distanz den Ausgleich auf der Hand, traf aber unglücklich nur den Pfosten. Als letzte Verzweiflungstat provozierte Jochen Vorderwülbecke 13 Sekunden vor Schluss noch einen Strafwurf, den die Weidener überraschend annahmen. Sean Ryder verwandelte diesen dann leider routiniert zum Endstand zum 12:10.

Am Sonntag traf die SVK in Berlin auf die Mannschaft Wedding, gegen die es in der letzten Saison äußerst enge Spiele in denen man sich nichts geschenkt gegeben hatte. Für die Krefelder war es das Spiel der liegengelassenen Chancen, wohl auch ein Tribut an die mangelnden Wasserzeiten der letzten Wochen. Gleich zu Beginn hätte sie mit zwei Toren in Führung gehen müssen. Aber wie es so ist, wenn man die eigenen Tore nicht macht, ziehen stattdessen die Gegner mit 5:2 davon. Hier konnte Dusan Dragic jedoch immer wieder mit platzierten Würfen verhindern, dass der Abstand zu groß wurde.

Kurz vor der zweiten Pause schied Kristof Hulmann mit einer Verletzung an der Lippe aus, die noch in Berlin im Krankenhaus behandelt werden musste. Die SVK haderte damit, dass der Faustschlag eines Weddingers nicht geahndet wurde, und ließ sich nun durch die Verletzung aus dem Konzept bringen. Mit zwei schnellen Toren zogen die Berliner auf 10:5 davon. Gegen Ende des dritten Spielabschnitts konnte die SVK sich aber wieder fangen. Diesmal kam die Wende durch einen Treffer von Routinier Yannik Zilken, der den sechsten Treffer für sein Team setzten konnte. Wie am Vortag kamen die Krefelder nun Tor um Tor näher. Drei Minuten vor Schluss schloss wiederum Yannik Zilken von links außen zum 11:10 – Anschlusstreffer ab. Trotz hochkarätiger Chancen kam die SVK jedoch nicht zum Ausgleich und mit dem 12:10 eine Minute vor Schluss war das Spiel entschieden.

Trainer Werner Stratkemper zog als Fazit: „ Wenn wir heute auch nur die Hälfte unserer 100%-igen Chancen verwertet hätten, hätten wir das Spiel sicher gewonnen. Bis zum Derby gegen Bayer am nächsten Wochenende werden wir vor allem daran arbeiten, dass wir unser Spiel von Anfang an machen und nicht erst dann, wenn wir schon deutlich zurück liegen.“ Zum Spiel in Weiden wollte sich der sonst sehr besonnene Trainer lieber nicht öffentlich äußern.

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