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Pokalspiel Spandau – SSVE: kein großes Kino

Pokal-Aus im Achtelfinale – Deutliche 21:5-Niederlage bei Spandau 04

Esslingen – Der SSV Esslingen ist im Achtelfinale des deutschen Pokalwettbewerbs erwartungsgemäß bei den Wasserfreunden Spandau 04 ausgeschieden. Die Niederlage fiel mit 21:5 (4:1, 7:0, 4:2, 6:2) nach dem Geschmack der Esslinger Wasserballer zu deutlich aus.

Es war einfach nur Pech, was den Esslinger Wasserballern wiederfuhr – nicht das Spiel am Samstag in Berlin freilich, aber sehr wohl die Auslosung zum Pokal-Achtelfinale. Denn mit Spandau 04 zogen sie eine der beiden deutschen Profimannschaften als Gegner, womit der Ausgang des Spiels vorbestimmt war. SSVE-Trainer Janusz Gogola musste auf seine beiden Routiniers Heiko Nossek und Florian Pirzer verletzungsbedingt verzichten, analysierte die Niederlage wie folgt: „Nur zu Beginn konnte unsere Mannschaft fast gleichwertig auftreten, doch fehlendes Glück beim Abschluss eröffnete mehrere Kontermöglichkeiten für die Spandauer. Das Spielbild änderte sich entscheidend. Das 2. Viertel mit 7:0 brach unsere Moral und das Match war entschieden. Unser Team sammelte sich noch mal zum Ende und versuchte ins Spiel zu kommen, was letztlich mit 5 Toren belohnt wurde. Die Spandauer zogen jedoch ihre stärksten Spieler aus dem Wasser heraus, somit konnten wir unsererseits auch allen mitgereisten Spielern Einsatzmöglichkeiten bieten. Es war kein großes Kino. Wir konnten aber im Überzahlspiel und Angriff-Aufbauspiel eine kleine Verbesserung erkennen. Die Abwehr stand diesmal nicht so gut.“ Kapitän Hannes Rothfuß nahm ein paar Erkenntnisse für das wichtige DWL-Spiel in einer Woche zuhause gegen SVV Plauen mit: „Zwei Viertel waren in Ordnung. In den anderen beiden haben wir uns zu wenig unterstützt und uns zu wenig an die taktischen Vorgaben gehalten und so Spandau zu vielen einfachen Toren eingeladen. Wir konnten ein paar Dinge üben, die nächste Woche wichtig werden. Das Spiel gilt es zu analysieren, die Fehler anzusprechen, es danach aber abzuhaken und mit voller Konzentration auf das Spiel nächste Woche gegen Plauen hinzuarbeiten. Wir wollen das Jahr mit einem Sieg und zwei Punkten abschließen!“

Der erste Abschnitt gehörte zweifellos zu den beiden von Hannes Rothfuß angesprochenen besseren Vierteln. Beim Stande von 2:0 für die Hausherren war es Valentin Finkes auf der rechten Seite, der in der fünften Minute den ersten SSVE-Treffer erzielen konnte. Es folgten das 3:1 und zwei Sekunden vor Viertelende das 4:1 der Gastgeber.

Im zweiten Abschnitt setzten die Gäste den überlegenen Spandauern einfach zu wenig entgegen und wurden so mit sieben Toren überrollt, 11:1 stand es zur Halbzeit.

Im dritten Viertel besannen sich die Esslinger dann aber wieder aufs Kämpfen und vor allem auf die taktischen Vorgaben. Prompt kam ein besseres Ergebnis aus SSVE-Sicht zustande: mit 4:2 ging der Abschnitt zwar auch an die Berliner, doch war die SSVE-Gegenwehr wieder zu sehen. Und belohnt wurde dies auch durch zwei sehenswerte Treffer: Hannes Rothfuß aus dem Rückraum und Konstantinos Sopiadis von der Centerposition waren für die SSVE-Tore Nr. 2 und 3 verantwortlich.

Im letzten Abschnitt zeigten sich die Berliner, die die Esslinger über das gesamte Spielfeld pressten, dann wieder deutlich überlegen und zogen auf 21:5 davon. Für die beiden SSVE-Tore war der jüngste Spieler der Partie zuständig: Zoran Bozic.

Die Blicke bei den Esslinger Wasserballern richten sich nun auf die letzte Partie des Jahres 2018. Das Spiel am kommenden Samstag um 15.30 Uhr im Untertürkheimer Inselbad gegen SVV Plauen stellt ein äußerst wichtiges Duell um den anvisierten sechsten Platz dar. Derzeit liegen die Esslinger auf Platz 4 mit 5 Punkten, die Plauener auf Platz 5 mit 4 Punkten. Ein sogenanntes „Vier-Punkte-Spiel“ also für beide Teams.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Adrian Hausmann (Torwart), Eric Fernandez Rivas, Hannes Rothfuß (1 Tor), Valentin Finkes (1), Miklos Barothy, Uros Fabic, Michel Denneler, Zoran Bozic (2), Robin Finkes, Vincenzo Inguanta, Linus Orszulik, Konstantinos Sopiadis (1), Jonathan Nemitz.

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