Fortsetzung in Berlin: Spandau und Waspo im DWL-Duell

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Fortsetzung in Berlin: Spandau und Waspo im DWL-Duell

Den beiden letztjährigen Meisterschaftsfinalisten gehen die hochkarätigen Spiele auch weiterhin nicht aus: Am kommenden Sonnabend stehen sich die Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover zum zweiten Mal in der laufenden Saison sogar im direkten Vergleich gegenüber, und diesmal wird in den Rundenspielen der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) um die Spitzenposition gekämpft. Das Anschwimmen in der Schöneberger Schwimmsporthalle steigt als Teil eines langen Wasserballwochenendes wie gewohnt um 16 Uhr.

Rechnerisch könnte sich beide Teams in dieser Saison übrigens bis zu zwölf (!) Mal gegenüberstehen, und auch das Spitzenduell der Meisterschaft ist mehr als nur eine reine Prestigefrage: Sollte es bei einem der Teams im Ligageschehen nicht noch anderweitig zu (unerwarteten) Punktverlusten kommen, wird der erste Platz in den Rundenspielen der DWL und damit auch der Heimvorteil in den Play-offs um die deutsche Meisterschaft 2019 in den beiden direkten Vergleichen vergeben.

Dieses neue, seit 2017 auch bundesweit in den WB etablierte Szenario der Platzierungsermittlung im Falle einer Punktgleichheit spielte in der vergangenen Spielzeit bereits eine gewichtige Rolle: Damals unterlagen die Niedersachsen im ersten DWL-Duell vor heimischer Kulisse gleich mit 7:10 gegen eine klar dominierende Spandauer Mannschaft, die an diesem Tag sogar noch höher hätten gewinnen können. Nach dem Jahreswechsel lief das Rückspiel in Berlin dann gänzlich anders, als die Seehafer-Sieben in der Höhe völlig überraschend bei den damals in der Champions League auftrumpfenden Berlinern mit 11:7 gewann und damit trotz schlechterer Tordifferenz erstmals seit 1992 als Tabellenerster in die Play-offs ging.

„Unser Team muss seine eigene Leistungsbereitschaft aktivieren und die Herausforderungen eines Spiels gegen das stark besetzte Top-Team annehmen, um so das eigene Leistungsniveau zu steigern“, sagt Trainer Petar Kovacevic. Das Duell könnte für die Spandau der Wendepunkt in einer Saison werden, in der es bisher noch keine „großen“ Punktgewinne gegeben hat: Nach dem DWL-Highlight folgen für den Rekordmeister zudem vor dem Jahreswechsel noch wichtige Champions League-Spiele gegen Szolnoki VSC (Ungarn/5.12.) und Jadran Split (Kroatien/19.12.).

Bei der Entscheidung im Wasser darf neben den Trainerstäben beider Vereine ebenso das medizinische Fachpersonal jeweils mitreden: Auf Spandauer Seite wird in jedem Fall Spielführer Marko Stamm fehlen; auch die Gäste kämpften zuletzt mit einigen Blessuren. Darüber lamentieren möchte Gästetrainer Karsten Seehafer aber nicht: „In diesem Stadium der Saison hat jede Mannschaft seine Wehwehchen, am Ende des Spiels zählen die Punkte. Die bekommen wir nur, wenn wir es schaffen, auch mental ein bisschen besser als der Gegner zu sein, egal ob bei uns jemand verletzt ist.“

Großes Lamentieren hilft ohnehin weder jetzt noch nachfolgend: Auf beide Teams warten kurzfristig und unter der Woche bereits die nächsten Kracher, bei denen zudem Punktgewinne dringend gefordert sind: Waspo 98 gastiert am vierten Spieltag der Champions League bereits am Diensttagabend auswärts beim kroatischen Hauptrundenneuling Jadran Split (20:30 Uhr). Spandau 04 hat am Mittwochabend von 19 Uhr an Heimrecht gegen den ungarischen Vertreter Szolnoki VSC.

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