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Spandau geht als Favorit ins Schlüsselspiel gegen Steaua

Am Mittwoch stellt der 9. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe B für Gastgeber Spandau 04 eine schwere Herausforderung dar. Von der Tabelle her ist der deutsche Rekordmeister als Dritter (15 P.) des Oktetts der Favorit, denn die Rumänen sind Sechster (9 P.). Allerdings sind die sehr erfahrenen Gäste – auch dank einiger „Legionäre“ aus Kroatien und Serbien – zu einer Überraschung in der Lage.
Ihre bislang drei Siege erzielten sie zwar in Spielen gegen die beiden Letzten Sabadell (Spanien, auswärts) und Alphen (Niederlande, 2 x), aber auch in anderen Partien konnten sie zumindest zeitweise ihr Potenzial nachweisen. Zum Beispiel im Spiel Mitte Januar in Bukarest, als ausgerechnet Spandaus Rumäne Tiberiu Negrean eine Sekunde vor Spielende (!) aus dem 5:5 einen 6:5-Auswärtssieg für die Berliner machte. Anschließend haben die Wasserfreunde zweimal gegen Genua verloren, und etwas von der komfortablen Ausgangsposition im Kampf um einen der vier Plätze fürs Final 8-Turnier im Juni in Genua eingebüßt. Ein Ticket ist ja bereits für Gastgeber Pro Recco reserviert.
Bei der Vergabe der drei Weiteren wird es noch spannend werden. Aktuell sind nach acht von 14 Spieltagen hinter dem Spitzenreiter Genua (21 P.) ZF Eger (16) und Titelverteidiger Szolnok (beide Ungarn) sowie Spandau (je 15), Jadran Herceg Novi (13), Steaua (9), CN Sabadell (6) und das chancenlose Alphen (0) platziert. Im Wettstreit um die Finalplätze kann jeder Punktgewinn oder auch -verlust dramatisch wichtig werden. Für Bukarest ist die Partie in Berlin quasi die letzte Chance, sich noch eine Option auf ein Happy End zu erhalten. Spandau dagegen braucht den Sieg, um sich die Kontrahenten – insbesondere Herceg Novi, das am letzten Spieltag, dem 9. Mai, in Berlin antreten muss – vom Leibe zu halten und den größten Erfolg der jüngeren Klubgeschichte zu sichern.
Nach dem Verletzungsausfall von Nationalspieler Mateo Cuk (Schulteroperation) und der seit 10. Februar währenden Vereinsspielpause wegen Auswahlaufgaben (Weltliga, Europacup für Nationalteams, EM-Qualifikation), bei der allerdings bis zu sieben Spandauer für die DSV-Mannschaft im Becken waren, muss sich die Truppe von Trainer Petar Kovacevic nun schnell finden und frisch, engagiert und motiviert durchstarten. Die Berliner, zum vierten Mal in Serie per LEN-Wild Card in der CL-Hauptrunde, wollen die „historische Chance mit aller Kraft und um jeden Preis nutzen“. Spandau ist leichter Favorit gegen die Rumänen. „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft mit vielen Akteuren jenseits der 30 und ein paar echten Klasseleuten, die ausgebufft und physisch stark sind“, sagt der Spandauer Trainer. In den letzten vier CL-Spielen hat Steaua, das erstmals in der Champions League (ebenfalls per Wild Card) dabei ist, dreimal gewonnen und nur gegen Spandau in der Schlusssekunde verloren.
2016 und 2017 hatte sich die frühere Armeemannschaft den Landesmeistertitel nach zehn Jahren Abstinenz (zuletzt 2006) vom zuvor übermächtigen CSM Oradea (Meister 2007 bis 2015) zurückgeholt, 2017 gewann Steaua ebenfalls den Rumänischen Pokal.

Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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