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Reimer wirft OSC in den Schlusssekunden zum Sieg

U17-Wasserballer erkämpfen sich kleinen Vorsprung fürs Halbfinal-Rückspiel

Die Halbfinal-Duelle der U17-Wasserball-Bundesliga fanden am Wochenende einen spannenden Auftakt. Während das 12:10 der White Sharks Hannover bei der SG Neukölln in seiner Dramatik eher überraschend war, kam es im Hinspiel des OSC Potsdam beim SC Hellas Hildesheim zum erwarteten Krimi. 10:9 (3:2, 4:2, 0:2, 3:3) behielt das leicht favorisierte Team des OSC am Ende die Oberhand und geht nun mit dem kleinen Vorsprung eines Tores ins Rückspiel am kommenden Sonnabend in der Schwimmhalle am Brauhausberg.
„Dass wir das Spiel am Ende noch gewonnen haben, ist gut für den Kopf – mehr nicht“, so Potsdams Trainer André Laube nüchtern. „Unterm Strich heißt es nur, dass wir mit einer 1:0-Führung nächsten Samstag ins Rennen gehen.“ Zufrieden konnten die Gäste, die nach 8:5 und 8:7 in der laufenden Runde nun den dritten Saisonsieg gegen die Hellenen verzeichnen konnten, vor allem mit der Defensivarbeit der ersten Halbzeit sein. Lediglich vier Treffer kassierte die Zonenverteidigung um U17-Nationaltorwart Tobias Knüttel und erarbeitete sich daraus eine Reihe hochkarätiger Möglichkeiten.
Gleich den ersten Angriff verwandelte Center Daniel Reimer zur 1:0-Führung. Wenig später traf Thilo Popp aus der zweiten Reihe mit strammem Schuss zum 2:0. Nach Anschluss der Hausherren erzielte Alexander Schwarze das 3:1. Hildesheim verkürzte noch vor der ersten Pause zum 3:2. Im zweiten Viertel erhöhte der fleißige Lu Meo Ulrich zum 4:2. Hellas glich mit zwei schnellen Treffern zum 4:4 aus, doch der OSC behielt die Ruhe. In seiner stärksten Phase trafen Florenz Korbel, Popp und Schwarze zur 7:4-Halbzeit-Führung.
„Danach haben wir etwas den Faden verloren und Hildesheim ins Spiel kommen lassen“, so Laube. Ohne Torerfolg blieben die Bemühungen des OSC im kompletten dritten Abschnitt, während Hellas oft beste Chancen erspielte, von denen auch zwei zum 6:7 vor dem letzten Viertel ihren Weg ins Tor fanden.
Mit dem im Hildesheimer Wasserparadies umjubelten 7:7-Ausgleich eröffnete der Gastgeber den vierten Durchgang. Schwarze traf zwar nach fast zwölf torlosen OSC-Minuten zum 8:7, doch ein Doppelpack des auffälligen Torjägers Fynn Schütze führten zur ersten Führung der Niedersachsen. Der OSC steckte aber nicht auf und behielt die Ruhe. Der über weite Strecken clever abgeschirmte National-Center Daniel Reimer traf 40 Sekunden vor dem Abpfiff zum 9:9 und konnte sich sechs Sekunden vor Ende nochmals spektakulär zum 10:9 durchsetzen. „So etwas zeichnet Siegerteams aus“, lobte Trainer Laube schließlich. „Nach schwierigen Minuten haben wir das Ding noch einmal rumgerissen. Mit diesem Gefühl heißt es nun, das Rückspiel zu bestreiten.“ Dieses wird nächsten Sonnabend (18 Uhr) im Brauhausberg-Bad angepfiffen. Der Eintritt ist frei.
Potsdam: Tobias Knüttel, Roman Woelky, Sascha Seifert, Sascha Ufnal, Jared Böhmert, Niklas Karossa, Florenz Korbel (1), Noah Natzke, Thilo Popp (2), Daniel Reimer (3), Lu Meo Ulrich (1), Alexander Schwarze (3)

Auf den Bildern Daniel Reimer:
Duell der U17-Nationalspieler: OSC-Center Daniel Reimer (schwarze Kappe) im Kampf gegen Hildesheims Fynn Schütze. (Foto: Sandra Seifert)
Ausgelassene Stimmung nach dem Last-Second-Sieg: Center Daniel Reimer erzielte in den letzten 40 Sekunden zwei Treffer zum 10:9. (Foto: Sandra Seifert)

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