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WUM vs. Dresden und Zwickau

Punkte-Rucksack voll gefüllt

WUM gewinnt beide Auswärtspartien in Dresden und Zwickau
Die Wasserball Union Magdeburg musste am letzten Wochenende zu zwei Auswärtspartien in den Süden reisen. Am Samstag, 13.12.14, stand das Spiel gegen SG Wasserball Dresden auf dem Programm. Die Dresdener ließen in ihren bisherigen zwei Saisonpartien aufhorchen. Gegen den Meister aus der letzten Saison, Stepp Prag, wurde nur knapp mit 9:11 verloren und gegen die Zwickauer gab es einen deutlichen 15:7 Sieg. Die Magdeburger waren da nicht so erfolgreich, verloren zuletzt ihr Heimspiel gegen die U19 Auswahl deutlich mit 7:12. So erhielt die WUM am letzten Wochenende die Möglichkeit der Wiedergutmachung. Doch die wurde WUM-Trainer Holger Dammbrück sehr schwer gemacht. Die Verletztenliste wurde leider nicht geringer. Im Gegenteil: Mit Moritz Lehnert, Patrick Kirchner und Tom Hagendorf fielen kurz vor der Abfahrt nach Dresden drei weitere Spieler aus. Was die „Rumpftruppe“ (11 Spieler) dann aber ablieferte, war aller Ehren wert. Und einer wuchs dabei über sich hinaus – Wilhelm Block. Der 17-Jährige sorgte gleich zu Beginn des Spiels gegen die SG Wasserball Dresden für die 1:0 Führung der Magdeburger. Da beide Abwehrreihen sicher standen, ging es mit diesem Spielstand in das zweite Viertel. Und auch hier markierte Block den ersten Treffer und baute damit die Führung auf 2:0 aus. Nach dem Anschlusstreffer der Dresdener sorgte ein Schützenfest der WUM-Wasserballer für eine beruhigende 7:4 Halbzeitführung (Tore: Max Lehnert, Hagen Leditschke, Ilia Butikashvili, Philip Gründemann und Thomas Posteras). Zu Beginn des 3. Viertels erhielt Philip Gründemann nach einer unübersichtlichen Aktion vor dem Dresdener Tor eine Rolle mit Ersatz. Zudem konnte auch Max Lehnert nach drei persönlichen Fehlern nicht mehr mitwirken. Aufgrund der schon sehr dünnen Personaldecke war diese Dezimierung nicht gerade förderlich für das Magdeburger Team. Mit viel Ruhe und Abgeklärtheit sowie großem Kämpferherz wurde der drei Tore Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels mit zwei Treffern (erneut Wilhelm Block und Lukas Schulle) zum 9:6 gehalten. In der stark umkämpften Partie versuchten die Magdeburger nun abgeklärt zu spielen, gingen durch wiederum Wilhelm Block gar mit 10:6 in Führung. Dann musste auch Neuzugang Thomas Posteras nach drei persönlichen Fehlern aus dem Becken und Dresden schmiss nun alles nach vorn. Die Schlüsselszene dann sicher Mitte des letzten Viertels. Die Sachsen erhielten einen 5m Strafwurf zugesprochen. Doch WUM Torhüter Detlef Klotzsch fischte den Ball wie eine Krake von der Linie. Mit viel Einsatz sicherte die WUM -trotz der vielen Ausfälle- den
10:6 (1:0; 6:4; 2:2; 1:0) Auswärtssieg. Allerdings dezimierte Philip Gründemann mit seiner Rolle das WUM Team für die Begegnung Tags darauf in Zwickau um einen weiteren Spieler.
Punkt 10.00 Uhr schwammen beide Mannschaften am Sonntag, 14.12.14, in der Zwickauer „Glück Auf“ Schwimmhalle zum Match an. Nach gut drei Minuten gelang Wilhelm Block das 1:0 für die Magdeburger, gleichzeitig der Endstand im ersten Viertel. Ilia Bitikashvili sorgte für die 2:0 Führung der WUM, ehe die Zwickauer zum 2:1 Halbzeitstand trafen. Den Magdeburgern merkte man an, dass sie aufgrund des geringen Personals auf kräftesparende Aktionen und viel Ruhe setzten. Zwickau versuchte, mit viel Kampf und Herz dagegen zu halten. Lukas Schulle verwandelte im dritten Viertel einen 5m Strafwurf sicher zum 3:1. Die Zwickauer nutzten ihrerseits einem Strafwurf nicht. Nach dem Ausscheiden von Hagen Leditschke (drei persönliche Fehler) gelang den Zwickauern der 3:2 Anschlusstreffer. Doch mit viel Übersicht bauten Thomas Posteras und Max Lehnert das Ergebnis vor den letzten acht Minuten auf 5:2 aus. Die Zwickauer nutzen im letzten Viertel einen weiteren 5m Strafwurf, verursacht durch Tim Richter (nach drei persönlichen Fehlern ebenso nicht mehr im Spiel), zum 5:3. Es schien –auch aufgrund der immer dünner werdenden Personaldecke der WUM – spannend zu werden. Doch dann folgte der Galaauftritt des WUM-Centers Ilia Butikashvili, der mit einem echten Hattrick binnen 90 Sekunden für eine sichere 8:3 Führung der Magdeburger sorgte. Zwei Minuten vor Schluss stellte Thomas Posteras mit seinem Tor den 9:3 (1:0; 1:1; 3:1; 4:1) den Endstand her. „Ich bin stolz auf die Jungs“, strahlte ein sichtlich erleichterter WUM-Trainer Holger Dammbrück. Und weiter: „Wie das Rumpfteam die vielen Ausfälle bei direkten Mitkonkurrenten um einen Mittelfeldplatz in der Tabelle kompensiert hat, verdient Respekt und Anerkennung. Da ist jeder dem anderen zur Seite gesprungen und hat mit einem enormen Kampfgeist alte Magdeburger Tugenden aufleben lassen. Es fällt schwer, einzelne Spieler aus der starken Teamleistung hervorzuheben. Zwei muss man dann aber doch nennen. Der 17-jährige Wilhelm Block und der erfahrene Ilia Butikashvili (ging trotz Trainingsrückstand mit ins Becken) erzielten jeweils fünf Magdeburger Tore und legten so -nebenen der starken Abwehr um Torwart Detlef Klotzsch- die Basis für die Auswärtssiege. In der Tabelle kletterte die WUM damit auf Platz vier. Eine Position die sich die Verantwortlichen gern auch zum Saisonabschluss vorstellen könnten. Der Magdeburger Mannschaftsumbau und die Handschrift des neuen Trainers Holger Dammbrück scheinen erste Früchte zu tragen. Doch das ganze muss noch mit Konstanz belegt werden. Die nächste Gelegenheit dafür gibt es am 17.01.2015, um 18.00 Uhr, bei einem Heimspiel gegen die bisher sieglosen Chemnitzer Wasserballer.
Hintergrund:
Nächstes WUM-Spiel in der 2. Wasserball Liga, Landesgruppe Ost:
Samstag, 17.01.2015, 18.00 Uhr WUM – Chemnitz

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