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VIRTUELLE WAHLEN AUF DER DSV-MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) könnte von heute an nach zweijähriger Vakanz wieder einen Präsidenten haben: Auf der 2. Mitgliederversammlung (vormals Verbandstag) des neustrukturierten nationalen Dachverbandes bewirbt sich der Freiburger Marco Troll um das höchste Amt im deutschen Schwimmsport. Die um 10 Uhr startende Versammlung findet erstmals in der bis in das Jahr 1886 zurückgehenden DSV-Historie komplett virtuell statt, wobei auch eine Onlineabstimmung seitens der Delegierten und Amtsträger sichergestellt ist.

Troll ist nach DSV-Angaben der einzige Bewerber für das Präsidentenamt und hat sich nach vorliegenden Informationen im Vorfeld eine ausreichende Unterstützung seitens der Landesverbände gesichert, denen auf der Mitgliederversammlung auch nach den jüngsten Reformen weiterhin die deutliche Mehrzahl der Stimmen zusteht. Der 58 Jahre alte Polizeibeamte kann für die drei ebenfalls neu zu wählenden Posten der Vizepräsidenten mit Harald Walter, Wolfgang Rupieper und Claudia Boßmann zudem bekannte Namen aus Bayern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen als Kandidaten und zukünftige Mitstreiter vermelden.

Seit dem Rücktritt von Gabi Dörries im Dezember 2018 war das höchste Amt in dem über 580.000 Mitglieder starken nationalen Dachverband der Schwimmsportler zuletzt unbesetzt geblieben. Geführt wurde der traditionsreiche Verband, der in der Vergangenheit mit Walter Binner und Max Ritter sogar Präsidenten des Weltschwimmverbandes FINA gestellt hatte, seitdem von den verbliebenen Präsidiumsmitgliedern Uwe Brinkmann, Wolfgang Hein und Kai Morgenroth sowie dem hauptamtlichen Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen.

Seitens des DSV scheinen allerdings keine Zweifel zu bestehen, dass es am Wochenende eine gänzlich neue Führungsspitze geben wird: So hat die Pressestelle angemeldete Medienvertreter bereits für den heutigen Sonnabend zu einer Pressekonferenz mit dem neuen DSV-Präsidenten eingeladen, die ebenfalls nur virtuell stattfinden wird.

Bild: DSV

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