POTSDAM NACH SAVONA, LUDWIGSBURG NACH AIX-EN-PROVENCE
18. November 2020
POTSDAM-GEGNER MIT CORONA-PROBLEM
20. November 2020
Alle anzeigen

CORONA STOPPT NATIONALMANNSCHAFTSLEHRGANG

Corona und kein Ende: Am Dienstagabend ist kurzfristig der für diese Woche geplante Lehrgang der Männer-Nationalmannschaft in Warendorf abgesagt worden, nachdem zwei Akteure des deutschen Pokalsiegers Wasserfreunde Spandau 04 positiv auf Corona getestet worden waren. In der dortigen Sportschule der Bundeswehr mit ihrer 50-Meter-Schwimmhalle hätten für die DSV-Auswahl unter anderem gegen das Vereinsteam des deutschen Meisters Waspo 98 Hannover mehrere der dringend benötigten Testspiele auf dem Programm gestanden.

Doppelt ärgerlich: Der Warendorfer Lehrgang ist bereits die dritte Maßnahme des WM-Achten auf dem Weg zum Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam (Niederlande), die komplett ausgefallen ist. Damit sind die deutschen Olympiakandidaten seit dem Hamburger Vier-Nationen-Turnier im März nicht mehr zusammengekommen. Nach dem aktuellen Stand soll die Olympiaqualifikation weiterhin wie geplant vom 21. bis 28. Februar in Rotterdam zur Austragung kommen, wobei bei dem weltweit ausgeschriebenen Turnier in einem Zwölferfeld die drei letzten der lediglich zwölf Olympiastartplätze ausgespielt werden.

Die Absage ist für die Nationalmannschaft wie auch die beiden führenden deutschen Vereinsteams ein Rückschlag in der weiteren Saisonplanung. Für die DSV-Auswahl ist es ohnehin schwierig, angesichts der aktuellen Einschränkungen ein adäquates Vorbereitungsprogramm zu organisieren. Waspo 98 wie auch Spandau 04 müssen bereits am zweiten Dezember-Wochenende jeweils beim ersten der drei Champions League-Turniers ins Wasser steigen, können sich im Gegensatz zur dortigen Konkurrenz aufgrund der bis in den März ausgesetzten Bundesliga bis auf Weiteres nicht mit anderen Vereinen messen.

Das Spandauer Vereinsteam befindet sich nach den beiden positiven Testungen bis zum Beginn der kommenden Woche komplett in Quarantäne. Der aktuelle Lehrgang sollte den Countdown für Rotterdam einleiten, wobei Warendorf als Austragungsort in schwierigen Zeiten gute Bedingungen geboten hätte. Auch historisch ist die Standortwahl kein ungeschickter Griff: Die Sportschule der Bundeswehr mit ihrer damaligen Sportförderkompanie für die Wehrpflichtigen war in den 1980er-Jahren neben Serienmeister Spandau 04 eine Talentschmiede des damals so erfolgreichen deutschen Wasserballs.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.