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TURNIERABSAGE IN ZAGREB

Der Saisonstart der Wasserball-Bundesliga ist am Donnerstag aufgrund der massiv gestiegenen Coronazahlen im Bundesgebiet auf 2021 verschoben worden, aber auch international sieht sich die Sportart dicken Fragenzeichen gegenüber: Aktuell stehen in Europa die Ligaspiele im Vordergrund, doch an diesem Wochenende hat der Kroatische Wasserballverband (HVS) das für diese Woche als Intermezzo geplante Vier-Nationen-Turnier in der Hauptstadt Zagreb kurzfristig abgesagt. Hier hätten sich mit Weltmeister Italien, Montenegro, den USA und dem Gastgeber vier Topnationen des Weltwasserballs gegenübergestanden.

Der entscheidende Dominostein für die Veranstaltungsabsage scheint nach Medienberichten der Rückzug Italiens gewesen zu sein, dessen Mannschaft analog zur heimischen Liga schon seit mehr als zwei Wochen massiv mit Coronafällen kämpft und allenfalls mit einem Rumpfteam an der Save angetreten wäre. Der Ligabetrieb in Kroatien hatte zuletzt immerhin stattgefunden, wobei die dortigen Teilnehmer der derzeit pausierenden Adria-Liga wie Jug Dubrovnik oder Mladost Zagreb ersatzweise erstmals seit 2008 wieder in der nationalen Liga aktiv sind.

Die Turnierabsage führt jedoch drastisch die Frage vor Augen, was mit dem internationalen Kalender der Saison 2020/2021 werden soll. Im Männerbereich stünde nach dem aktuellen Kalender vom 17. bis 24. Februar das Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam (Niederlande) auf dem Programm, auf dem auch die DSV-Auswahl um ihre letzte Olympiachance kämpft. Selbst wenn das Turnier zu dem genannten Zeitpunkt oder vielleicht später stattfände (ohne Zuschauer?), bleibt die Frage, wie sich die Teams auf eine derart wichtige Veranstaltung überhaupt noch einigermaßen vernünftig vorbereiten sollen.

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