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Potsdam Orcas sichern Silber beim Dor-Nischl-Cup

U18-Team kämpft sich in der Herren-Konkurrenz bis ins Finale

Echten Balsam auf die strapazierte Wettkampf-Seele gab es für das Potsdamer Wasserball-U18-Team am Wochenende. Nach acht Monaten Zwangspause wegen der Corona-Pandemie kam das Zweitliga-Herren-Vorbereitungsturnier in Chemnitz gerade recht. Beim 6. „arena“-Dor-Nischl-Cup verkaufte sich die junge Mannschaft der Jahrgänge 2003 bis 2006 mehr als achtbar. Bis ins Finale kämpfte sich das Nachwuchs-Team von Trainer Slawomir Andruszkiewicz und unterlag dort dem tollen Gastgeber SC Chemnitz 6:11 (1:4, 2:2, 3:3, 0:2).
„Die Jungs haben zu jedem Zeitpunkt gekämpft und haben leidenschaftlich geackert“, lobte Andruszkiewicz sein Team. „Natürlich war nicht alles gut. Gerade in der Defensive fehlte manchmal noch die Zuordnung, und vorn haben wir viele gute Chancen liegenlassen.“ Die Hauptrunde am Samstag, die in verkürzter Spielzeit absolviert wurde, eröffneten die Potsdam Orcas aber mit einem Paukenschlag. Mit 5:3 (3:1, 2:2) überraschte Potsdam den Titelträger des Vorjahres SpVg Laatzen, die dann in der Folge alle anderen vier Begegnungen für sich entschied.
Die jungen Orcas hingegen schwächelten gegen die Wasserball-Union Magdeburg und den SV Zwickau 04. Jeweils 3:7 unterlagen die Andruszkiewicz-Jungs den Vertretern der 2. Wasserball-Liga Ost. „Gegen Magdeburg haben wir noch sehr couragiert gespielt“, so der Trainer. „Gegen Zwickau waren wir schwach und haben uns damit fast die Teilnahme am Halbfinale versaut.“
Doch Potsdam, das mit jedem Spiel immer mehr von den konditionellen Vorteilen lebte, besiegte den späteren Turnier-Letzten Post SV Nürnberg 10:2. Gegen Chemnitz gewannen die Orcas nach einer starken Verteidigungsleistung 5:1 und sicherten den dritten Platz.
Im Halbfinal-Duell gegen den Zweiten Magdeburg verpasste Potsdam den Start komplett am Sonntag-Vormittag. Mit 0:3 geriet der OSC Potsdam rasch ins Hintertreffen, erkämpfte sicher aber im zweiten Abschnitt durch Till Hofmann (2) und Noel Eisenreich den 3:3-Ausgleich. Die Elbestädter erarbeiteten sich in der Folge wieder bessere Möglichkeiten und setzten sich zu Beginn des dritten Viertels auf 3:6 ab. Erst kurz vor der letzten Pause kam der erst 14-jährige Finn Taubert, der vom SSV Plauen im September an die Havel gewechselt ist und nach den Oktoberferien die Sportschule Potsdam besuchen wird, das 4:6. Bis 87 Sekunden vor dem Abpfiff hatte dieser Ergebnis bestand. Da erzielte Nils Wrobel im Konter das 5:6. Nach einer Zeitstrafe gegen Magdeburg und Auszeit Potsdams wurde Taubert von Wrobel in Überzahl zum 6:6 gut bedient. Doch damit nicht genug. Direkt im nächsten Angriff der Wasserball-Union klaute Florian Burger den Ball und netzte 23 Sekunden vor dem Abpfiff allein vorm Tor zum 7:6 ein. „Das war schon etwas verrückt. Wir hatten vorher für vier Tore über 18 Minuten gebraucht, und dann haben wir in 64 Sekunden drei Treffer erzielt“, so Andruszkiewicz.
Im Finale war dann die Luft etwas raus. Wieder geriet Potsdam mit 0:3 und 1:4 im ersten Viertel in Rückstand, kämpfte danach erneut erbittert. Die Kraft reichte aber nicht, um die großen Chancen sicher zu verwandeln. Im Gegenzug nutzten die erfahrenen Chemnitzer ihre Möglichkeiten besser und siegten schließlich 11:6. Als „Prämie“ für den Silberrang gab es für jeden Potsdamer eine hochwertige arena-Schwimmbrille.
Potsdam: Torhüter Erik Dortmann/Joel Limprecht, Noel Eisenreich (8), Ben Hüpenbecker, Finn Taubert (4), Bennet Grandke (1), Nils Wrobel (2), Moritz Bogaczyk (1), Matti Arnold, Till Hofmann (11), Florian Burger (9), Pierre Karstedt (3)

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