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Waspo 98 verpasst das Triple

Die Wasserfreunde Spandau 04 haben den deutschen Wasserballpokal gewonnen. Mit 8:12 verlor Waspo 98 Hannover zurecht eine mit hoher Erregung und intensiv geführte Finalpartie beim Final Four in Berlin-Schöneberg.

Nur den schon traditionellen Eröffnungstreffer durch den Berliner Nationalspieler Maurice Jüngling konnte der Titelverteidiger durch einen wuchtigen Wurf von Darko Brguljan noch ausgleichen.
Danach setzten sich die Spandauer bis zu Beginn des zweiten Viertels auf 4:1 ab und erhöhten somit den Druck auf das Team von Trainer Karsten Seehafer. Waspo 98 nahm danach die Herausforderung durch die hochmotivierten Gastgeber allerdings zunehmend an und kam etwas besser in die Partie. Schlussmann Moritz Schenkel hielt wie sein Gegenüber Laszlo Baksa auf Topniveau und ermöglichte seinen Vorderleuten eine kleine Aufholjagd. Ein Doppelschlag von Ivan Nagaev ließ die Hoffnungen bei den hannoverschen Fans wieder steigen, ehe Denis Strelezkij und Marko Stamm den alten Abstand wieder herstellten. Der famose Aleksandar Radovic verkürzte mit dem 4:6 zum Halbzeitstand.

Doch fortan fiel den Hannoveranern offensiv nicht mehr viel ein. Lediglich auf die Wurfkraft von Radovic konnten seine Kameraden uneingeschränkt bauen. Immerhin markierte Fynn Schütze noch einmal den Anschlusstreffer, ehe sich die Berliner wieder absetzten.
Lucas Gielen und Nikola Dedovic warfen das 5:8 heraus, und noch einmal war es Radovic der zwei Tore zum 7:9 verantwortete. Der spielerische Genickbruch kam durch einen Torerfolg vom Spandauer Center Stefan Pjesivac, der mit Ablauf der Angriffszeit sechs Sekunden vor Ende des dritten Viertels eine Unaufmerksamkeit in der Hintermannschaft der Niedersachsen nutzte. Den erzielten komfortablen Vorsprung brachten die Berliner routiniert und sicher über die Zeit.

Trotz diverser Nickeligkeiten von beiden Seiten, kam es nach Spielschluss zu fairen Handlungen. So stand Waspo 98 für den verdienten Gewinner Spandau 04 bei der Siegerehrung Spalier.

Den dritten Platz sicherte sich bereits zuvor der OSC Potsdam in einem offensiv spektakulär geführten Match gegen den ASC Duisburg durch einen 15:13-Erfolg. Ein Lob gilt auch den Berliner Gastgebern, die dem Corona-Virus trotzten und für einen organisatorisch gelungenen Rahmen sorgten. FG

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