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Berlin, Berlin …

Drei SVO-Wasserballer bei der Pokalendrunde

Die Nordwestfalen-Liga und das traditionsreiche internationale Turnier des SV Olympia Borghorst sind ersatzlos abgesagt worden, doch auch Deutschlands Wasserballer wollen unter Corona-Auflagen jetzt wieder in den Spielbetrieb zurückkehren: Am Wochenende kommt in Berlin mit der Doppelendrunde im DSV-Pokal sogar die bedeutendste Veranstaltung der Republik zur Austragung. Mit Bastian Schmellenkamp (ASC Duisburg), Fabienne Heerdt und Svenja Bordewick (beide SV Nikar Heidelberg) steigen beim Treffen der nationalen Elite sogar gleich drei frühere SVO-Aktive ins Becken.

War beim Wasserball bis in den August hinein aufgrund der Bäderproblematik an zahlreichen Standorten bundesweit komplett Pause angesagt, startet der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit Verzögerung jetzt komplett durch. Die für Anfang Mai in Duisburg vorgesehene Pokalendrunde ist an Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 neu vergeben worden, während die beiden Bundesligen analog zum Männer-Basketball zugunsten einer komplett neuen deutschen Meisterschaft auf Meldebasis komplett abgebrochen worden sind. Während die Männer ihren Titelträger mit Spielen vor bis zu 300 Zuschauern bereits ermittelt haben, sollen die Frauen von Oktober an mit einem Qualifikationsturnier in Bochum und anschließenden Play-offs folgen. Die Saison 2020/2021 wird erst im Januar starten: „Wir haben aufgrund der fehlenden Saisonhöhepunkte für die Nationalmannschaft genug Zeit“, erläutert Rundenleiter Uwe Muck (Bochum).

Die Rückkehr wird allerdings aufwendig: Bei Veranstaltungen unter DSV-Regie wie etwa deutschen Meisterschaften im Schwimmen oder Bundesliga-Spielen sind gemäß dem Hygienekonzept bis auf weiteres vor dem Wettkampfwochenende jeweils Corona-Tests aller Mannschaftsmitglieder verbindlich. In Berlin sind in der Schöneberger Schwimmsporthalle mit ihren 1.500 Plätzen immerhin 300 Zuschauer zugelassen, doch die beliebte Players-Party entfällt ersatzlos. Am Mittwoch stehen für die acht Teams der Pokalrunde zunächst die Tests an, was nicht nur teuer, sondern auch organisatorisch aufwendig ist. So müssen sich beispielsweise die unter der Woche abwesenden Fabienne Heerdt und Svenja Bordewick separat an der Uni-Klinik in Münster testen lassen.

Die Trauben hängen in Berlin für das SVO-Trio allerdings hoch: Bei den Männern gelten die Champions League-Teams von Meister Waspo 98 Hannover und Spandau 04 als hohe Favoriten, wobei Duisburg bereits im Halbfinale auf den Ausrichter trifft. Die Rheinländer enttäuschten zudem bei der in den vergangenen fünf Wochen ausgespielten Meisterschaft als Fünfter, wobei der im Kampf um Platz drei als Dauerrivale geltende OSC Potsdam einen deutlich besseren Eindruck hinterließ. Doch das stachelt Bastian Schmellenkamp umso mehr an: „Wir in den letzten Wochen hart trainiert und werden mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein in das Final Four gehen.“

Der Vorjahresdritte Nikar Heidelberg trifft bei der achten Endrundenteilnahme in Serie im Halbfinale ebenso auf Titelverteidiger Spandau. Mit personellen Verstärkungen ist bei den weiteren Teilnehmern Bayer Uerdingen und Waspo 98 Hannover zu rechnen. Einen besonderen Grund zum Freuen hat Svenja Bordewick dennoch in jedem Fall: Während Mannschaftskameradin Fabienne Heerdt mit der deutschen Auswahl im Januar sogar bei den Europameisterschaften in Budapest am Start gewesen ist, wird es für sie das erste Spiel nach einem beim Betriebsfußball erlittenen Kreuzbandriss sein. Heerdt rechnet nach der langen Pause mit einem „Überraschungsturnier“: „Ich freue mich darauf, endlich wieder mit meiner Mannschaft zusammen spielen zu können, und bin gespannt zu sehen, was dort für eine Platzierung möglich sein wird.“

DSV-Pokal 2019/2020

Endrunde Männer und Frauen in Berlin

Sonnabend, den 26. September 2020
13:45 Wasserfreunde Spandau 04 – SV Nikar Heidelberg – Halbfinale Frauen
15:30 Waspo 98 Hannover – SV Bayer Uerdingen 08 – Halbfinale Frauen
17:15 Waspo 98 Hannover – OSC Potsdam – Halbfinale Männer
19:00 ASC Duisburg – Wasserfreunde Spandau 04 – Halbfinale Männer

Sonntag, den 27. September 2020
10:00 n. n. – n. n. – Spiel um Platz drei Frauen
11:45 n. n. – n. n. – Endspiel Frauen
13:30 n. n. – n. n. – Spiel um Platz drei Männer
15:15 n. n. – n. n. – Endspiel Männer

Spielstätte: Schöneberger Schwimmsporthalle, Sachsendamm 10, 10829 Berlin

Livestream: https://waterpolo.stream/

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