WHITE SHARKS UND POTSDAM IM HALBFINALE
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Eine Vorentscheidung, die wichtig werden kann

Die Coronavirus-Pandemie hat neues Vokabular in die deutsche Sprache gebracht, das in den vergangenen Wochen und Monate so alltäglich geworden ist, als sei es schon immer „in aller Mund“ gewesen. „Lockdown“ zum Beispiel, übersetzt „Sperrung“, ist solch ein Wort, das ungewollte Popularität erlangt hat. Im Sport hat es gefühlte Ewigkeiten den Spielbetrieb in diversen Disziplinen lahmgelegt. Auch im Wasserball.
Die Fortsetzung der Champions League wurde gecancelt, die Meisterschaft und der Pokalwettbewerb hierzulande unterbrochen. Nun ist der nationale Spielbetrieb unter Ägide des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) wieder aufgenommen worden. Am vergangenen Wochenende wurden im Potsdamer Sportbad „blu“ per Viererturnier die beiden Halbfinalisten ausgespielt, die gegen die gesetzten Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover Ende des Monats (28. und 30. August) in Hin- und Rückspielen antreten dürfen.

Etwas überraschend gewannen die White Sharks Hannover das Turnier, Potsdam wurde Zweiter. Der ASC Duisburg und SV Ludwigsburg 08 müssen sich Anfang September als Dritter und Vierer des Potsdam-Events in einer Best of Three-Runde mit dem Kampf um Platz 5 und 6 der Meisterschaft bescheiden.

Gegen wen die White Sharks und die „Orcas“ aus Potsdam im Halbfinale antreten müssen, steht freilich noch nicht fest. Denn eine Einigung der Klubs über die Fortsetzung der Bundesliga hat ergeben, dass Spandau und Waspo ein „Entscheidungsspiel“, so der offizielle Terminus, um Platz 1 der Hauptrunde austragen. Dieses Spiel findet am Dienstagabend, 19 Uhr in der Schöneberger Schwimmhalle statt. Der Sieger trifft auf den auf den OSC Potsdam, der Verlierer auf die White Sharks aus Hannover.

Sollten die Hauptstädter das Prestigeduell am Dienstag gewinnen, würde das also zwei Lokalderbys im Halbfinale bedeuten: Spandau kontra Potsdam, Waspo kontra White Sharks. Zudem bedeutet ein solches Ranking, dass der Sieger der Partie in den Folgerunden, inklusive des Best of Five-Finales ab 2. September den Heimbonus in der womöglich entscheidenden Schlusspartie besitzen.

Dem Dienstag-Gipfel darf man nach der langen Pause – Spandau hat sein letztes CL-Spiel am 3. März und die letzten Bundesliga-Partien ebenfalls vor rund einem halben Jahr bestritten – mit einiger Spannung entgegensehen.
Bei den Spandauern ist der Abgang von Tiberiu Negrean zu verkraften, die „Neuen“ Mario Cagalj und Ivan Zovic müssen integriert, der verletzt ausfallende Mateo Cuk kompensiert werden. „Wir haben uns konzentriert, motiviert und so gut es angesichts der Umstände geht vorbereitet. Aber ob es völlig überraschungsfrei abgeht, das hat auch das Potsdamer Turnier beim Re-Start gezeigt, dahinter bleibt doch ein Fragezeichen.

Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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