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STUDIE: WASSERBALL MIT MITTLEREM RISIKO

Wie gefährlich sind im Zeichen der Corona-Krise derzeit einzelne Sportarten? In Italien wurde am Montag vom Nationalen Olympischen Komitee (CONI) eine von der Technische Universität Turin (POLITO) erstellte Studie veröffentlicht, in der die Sicherheit der Sportarten im Hinblick auf mögliche Ansteckungen bewertet wird. Auf 404 Seiten wurden die Risikofaktoren für 387 Disziplinen bewertet, wobei Abstände beim Sporttreiben, der mögliche Einsatz zusätzlicher Schutzmaßnahmen wie auch die Notwendigkeit für Versammlungen mehrerer Menschen in einem Raum Eingang fanden.

Der Pressebericht griff nicht alle Sportarten auf: Als Null-Risiko-Tätigkeiten gelten demnach Segeln, Tennis, Reiten, Golf und Freiwasserschwimmen, die auf einer Skala von 0 bis 4 mit „0“ in der niedrigsten Stufe eingruppiert worden sind. Beckenschwimmen und Radfahren wurden immerhin noch bei „1“ eingeordnet; Wasserball und Beach-Volleyball liegen in dieser Studie als erste Mannschaftsspiele dieser Liste mit „2“ im Mittelfeld. Dahinter rangieren unter anderem mit Fußball die nächste Teamsportart aber auch Fechten mit „3“, während in der gefährlichsten Kategorie „4“ die Kampf- und Kontaktsportarten Boxen und Ringen landeten.

Ob in der Studie bei der Bewertung des Wasserballs ein Unterschied zwischen Hallen- oder Freiwasseraktivitäten vorgenommen worden war, ließ sich dem Pressebericht nicht entnehmen. Die günstige Bewertung für das Beckenschwimmen darf allerdings als ein vielversprechender Zwischenschritt für eine zeitnahe Wiedereröffnung der Schwimmbäder betrachtet werden. Ein derartiger Schritt würde auch den Aktiven der Sportart Wasserball zugutekommen: Mittlerweile ist jede noch so langweile Bewegung im Becken attraktiver als Trockenübungen im heimischen Wohnzimmer.

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