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IOC hält an Tokio-Spielen fest

Die UEFA hat gestern die anstehenden Fußball-Europameisterschaften um zwölf Monate auf den Frühsommer 2021 verlegt, das Internationale Olympische Komitee (IOC) denkt trotz der Coronavirus-Pandemie aktuell noch nicht an eine Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio (Japan/24. Juli bis 9. August). „Mehr als vier Monate vor den Spielen sind derzeit keine einschneidenden Entscheidungen zu treffen“, teilte das IOC nach einer Sitzung mit allen Sommersport-Fachverbänden mit und erklärte, „dass jede Spekulation derzeit kontraproduktiv“ sei.

Anpassungen sind allerdings bei den Qualifikationswettkämpfen notwendig, wo es in den vergangenen Tagen eine regelrechte Absageflut gegeben hat. Bisher stehen nach IOC-Angaben nur etwa 55 Prozent der Tokio-Teilnehmer definitiv fest. So sind auch beim Wasserball die beiden Qualifikationsturniere der FINA in Rotterdam (Männer/31. Mai bis 7. Juni) und Triest (Frauen/17. bis 24. Mai) aufgrund des Corona-Virus in die zweite Mai-Hälfte verlegt worden, auf denen die letzten vakanten Plätze ausgespielt werden sollen. Hiervon betroffen ist auch die deutsche Männer-Nationalmannschaft, die mit der Rotterdam-Absage vom vergangenen Donnerstag ihre weitere Vorbereitung zunächst ausgesetzt hat.

Seitens der FINA soll eine Entscheidung über eine Neuansetzung des Rotterdamer Turniers bis zum 30. April erfolgen. Beobachter gehen für die Tokio-Spiele noch von einer Galgenfrist bis vielleicht Mitte Mai aus: Spätestens dann müsste eine definitive Entscheidung fallen, um eine Durchführung der dortigen Veranstaltung organisatorisch sicherzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben auch massive Unklarheiten über die Alternativszenarien für den weiteren Verlauf der Wasserballsaison im Männerbereich – sofern in diesem Sommer überhaupt noch gespielt werden sollte.

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