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Zünglein an der Waage

Die Auftritte der Nationalmannschaften mit dem Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam (Niederlande/22. bis 29. März) als nächster Höhepunkt rücken in den kommenden Tagen in den Vordergrund, doch diese Woche wird noch einmal hochklassiger Wasserball in der Champions League geboten: Der deutsche Pokalsieger Waspo 98 Hannover empfängt hier am morgigen Dienstagabend mit Kroatiens Traditionsklub Mladost Zagreb den amtierenden Meister der post-jugoslawischen Adria-Liga im Stadionbad. Das Anschwimmen in Niedersachsens größter Schwimm- und Wasserballarena steigt wie gewohnt um 19 Uhr.

Die Niedersachsen haben mit lediglich zwei Siegen in neun Begegnungen selbst keine Chance mehr auf das Final Eight Anfang Juni in Recco (Italien), doch mit gleich vier Heimspielen in fünf verblieben Partien könnte die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer beim Kampf um Platz vier und den Endrundeneinzug noch zum Zünglein an der Waage werden. Die Spieler wie auch die Zuschauer des deutschen Pokalsiegers haben zudem erst vor Wochenfrist beim 18:14-Heimerfolg gegen Dynamo Tiflis (Georgien) im bestens besuchten Stadionbad bewiesen, dass sie weiterhin Spaß an dem Wettbewerb haben.

Mit 16 Punkten stehen die Gäste aus der kroatischen Hauptstadt derzeit auf jenem vierten Platz und haben damit hervorragende Chancen, erstmals seit der Bronzemedaille von 2003 wieder die Endrunde der „Königsklasse“ des europäischen Vereinswasserballs zu erreichen. Bei drei Zählern Vorsprung in der Tabelle auf den nächsten Verfolger CN Terrassa (Spanien) ist der Auftritt am Maschsee in der Tat eine gewichtige und vielleicht sogar vorentscheidende Partie bei der anvisierten Rückkehr des früheren Rekordgewinners in die europäische Spitze.

Große Plus der Kroaten im laufenden Wettbewerb war bisher die Heimstärke, wobei in der Hinrunde selbst gegen Titelaspirant Pro Recco (Italien) ein überraschendes 11:11-Unentschieden gelang. Auch beim 15:13-Heimerfolg gegen Waspo 98 stiegen die „Frösche“ als Sieger aus dem Wasser, allerdings wäre aus Sicht der Niedersachsen beim Auftritt an der Save durchaus mehr möglich gewesen, doch im Gegensatz zu den Niedersachsen haben die Kroaten in den entscheidenden Momenten deutlich öfter den Sack zugemacht. So konnte Zagreb mit zwei 14:11-Siegen in Terrassa und Marseille auch auswärts in entscheidenden Duellen punkten.

Das Motto der morgigen Partie könnte aber ebenso lauten: Besuchen Sie die Champions League, solange noch gespielt wird. Das sich weiter verbreitende Corona-Virus beeinflusst immer mehr auch den nationalen und internationalen Sportverkehr, und ein Ende der Entwicklung ist aktuell nicht in Sicht. Für den anstehenden Europapokalspieltag (3./4. März) sind in den beiden Wettbewerben bereits zwei der drei Partien mit italienischer Beteiligung bis auf weiteres verlegt worden. Erwischt hat es dabei in der „Hannover-Gruppe“ B auch die Spitzenpartie zwischen Titelverteidiger Ferencvaros Budapest (Ungarn) und Rekordgewinner Pro Recco – Hannover darf sich dagegen noch einmal auf einen großen Champions League-Abend freuen ….

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