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Waspo-Frauen mit erfolgreichem Wochenende

3-1 Punkte – das ist die Ausbeute der Frauen von Waspo 98 Hannover in der Deutschen Wasserball-Liga am Wochenende. In zwei Schlüsselspielen konnte sich die Mannschaft des Trainerduos Erik Bukowski / Luka Sekulic gegen Nikar Heidelberg und bei BW Bochum behaupten und schaffte sich damit eine glänzende Ausgangslage für die Qualifikation zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft.
Im Stadionbad trafen die Frauen um die in Galaform auftretende Kapitänin Carmen Gelse auf Nikar Heidelberg. Die Gäste aus Baden traten zwar nur mit elf Spielerinnen an, erwiesen sich aber dennoch als der erwartet hartnäckige Konkurrent. Besonders Nationalspielerin Fabienne Heerdt gab der hannoverschen Defensive immer wieder Rätsel auf und war insgesamt fünfmal erfolgreich. Im torreichen Auftaktabschnitt schwammen die „Waspo-Mädels“ fast durchgängig einem Rückstand hinterher. Enorm wichtig war der 3:4-Anschlusstreffer von Linkshänderin Lea Meyer zwei Sekunden vor der ersten Sirene.
In der Folge kamen die Frauen von Erik Bukowski zunehmend besser ins Spiel. Schlussfrau Kim Sebesta parierte mehrfach reaktionsschnell Zwar vergaben ihre Vorderleute einige gute Möglichkeiten, doch sie gestatteten ihren Gästen im zweiten Viertel nur ein Tor in der letzten Minute. Ein Doppelschlag von Lenka Garancovska und Carmen Gelse erbrachte Mitte des Abschnitts eine erstmalige Zwei-Tore-Führung, die zum Seitenwechsel auf 8:5 ausgebaut werden konnte.
In den ersten sechs Minuten nach der Halbzeitpause blieben die Heidelbergerinnen noch in Schlagdistanz. Dann lief Kapitänin Gelse richtig heiß und traf mit schöner Regelmäßigkeit mit diversen Bogenlampen trotz härtester Bedrängnis mit ihrem feinen Händchen im Minutentakt. Die Gäste verloren die frühere Hannoveranerin Emma Koch und Meike Weber mit drei persönlichen Fehlern und konnten – derart weiter dezimiert – nichts mehr entgegensetzen. Waspo 98 setzte sich zum 18:11-Endstand Tor um Tor ab.
Es trafen für Hannover: Carmen Gelse (8), Lea Meyer (3), Nikola Busauerova, Lenka Garancovska (je 2), Helene Krauß, Alena Paland und Theresa Podsiadly (je 1).
Bei BW Bochum sahen die Hannoveranerinnen lange Zeit wie der Sieger aus. Die erneut überragende Carmen Gelse erzielte beim 11:11 Unentschieden an alter Wirkungsstätte sieben Treffer. Diesmal gelang dem Team mit Torhüterin Kim Sebesta ein guter Start. Schnell lag Waspo 98 durch zwei Tore von Gelse und eines von Lea Meyer mit 3:1 vorn. Die Gastgeberinnen kamen bis zur ersten Sirene jedoch wieder auf 3:4 heran. Alexandra Greine war die erfolgreichste Spielerin der Ruhrstädterinnen. Sie verantwortete die nächsten drei Treffer ihres Teams und sorgte für den Ausgleich. Die ehemalige Bochumerin Lily Adamski brachte Waspo zum Seitenwechsel wieder mit 7:6 in Führung. Kurz nach der Pause warf Carmen Gelse mit ihren Toren sechs und sieben im Spiel eine 9:6-Führung heraus. Doch fortan herrschte sagenhafte 14 Minuten lang vollständige Flaute im Angriff der Hannoveranerinnen. Auch diverse Überzahlmöglichkeiten und zwei Strafwürfe ließen die Gäste ungenutzt. So kamen die Blau-Weißen noch vor der vorletzten Sirene zum 9:9-Ausgleich.
Dramatisch verlief dann das Schlussviertel. Beide Mannschaften trafen sechseinhalb Minuten überhaupt nicht. Dann ging Bochum durch Alexandra Greine erstmals im Verlaufe der Partie mit 10:9 in Führung. Nikola Busauerova war diejenige, die nun Verantwortung übernahm. Aus dem Rückraum wuchtete sie den Ball zum Ausgleich in die Maschen. Doch im Gegenzug bekamen die Gastgeberinnen einen Strafwurf zugesprochen, den sie erneut durch Greine nutzen konnten. Es blieben noch 27 Sekunden Zeit und wieder war es Nikola Busauerova, die wiederum aus dem Rückraum zum umjubelten 11:11-Ausgleich traf.
Coach Erik Bukowski war mit der Leistung des Wochenendes insgesamt zufrieden, auch wenn in Bochum „ein paar Fehler im System steckten“, wie er unmittelbar nach Spielschluss anmerkte. Dennoch konnten seine Frauen mit drei Punkten im Gepäck in guter Stimmung die Heimreise aus dem Ruhrgebiet antreten.
Für Waspo waren erfolgreich: Carmen Gelse (7), Nikola Busauerova (2), Lily Adamski und Lea Meyer (1). FG

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