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Waspo-Frauen im Torrausch

Ein spektakuläres und durchaus erfolgreiches Wochenende legten die Frauen von Waspo 98 Hannover in der Deutschen Wasserball-Liga hin. Nach knapp 1.000 Autobahn-Kilometern und 37 erzielten Toren erreichte die Mannschaft von Trainer Erik Bukowski bei ihren Auswärtsaufgaben 2-2 Punkte.
Am Samstag ging die Reise zu Vizemeister Bayer Uerdingen, der als Favorit in die Partie ging, obwohl er auf Nationalspielerin Gesa Deike verzichten musste. Waspo trat erstmals mit der kurzfristig verpflichteten slowakischen EM-Teilnehmerin Lenka Garancovska an, die derzeit eine hannoversche Sprachschule besucht und bis Saisonende zur Verfügung steht.
Von Beginn an entwickelte sich eine extrem torreiche und ausgeglichene Begegnung. 6:5 führten die Hannoveranerinnen durch einen Treffer von Lily Adamski 23 Sekunden vor der Sirene nach dem ersten Spielabschnitt. Im zweiten Viertel blieb es ausgeglichen, ehe Helene Krauß die Niedersächsinnen erstmals beim Stand von 8:6 mit zwei Toren in Führung warf. Die Uerdingerinnen schlossen zur Halbzeit allerdings zum 9:9 wieder auf.
Kapitänin Carmen Gelse und Lily Adamski mit einem Doppelschlag sorgten für einen fulminanten Start in den dritten Abschnitt und warfen eine 12:9-Führung heraus. Die derart herausgeforderten Gastgeberinnen aus dem Rheinland schlugen aber erneut eindrucksvoll zurück. Zehn Sekunden vor der vorletzten Sirene war bei 13:13 der Ausgleich wieder hergestellt. Einen gelungenen Schachzug setzte dann Coach Bukowski zu Beginn des letzten Viertels. Nach gewonnenem Anschwimmen nahm er sofort eine Auszeit, um einen Spielzug aufgrund der noch vorhandenen Überzahlsituation anzusagen. Dieser brachte durch die junge Linkshänderin Lea Meyer noch einmal die 14:13-Führung für Waspo, die allerdings die letzte im Spiel sein sollte. Der Uerdinger Schlussoffensive konnte Waspo zwischen der 27. und 31. Spielminute nicht mehr Stand halten. Sieben Gegentore und nur zwei erzielte eigene Treffer in dieser Phase brachen dem Team um die beiden Torfrauen Kim Sebesta und Yvonne Kowal das Genick. Bayer ging mit 20:16 uneinholbar in Führung. Es spricht für die hannoversche Moral, dass Lenka Garancovska und Alena Paland für die abschließenden Tore der Partie sorgten und verdientermaßen den Abstand auf ein knappes 18:20 verkürzen konnten. Dieser Auftritt machte zweifellos Mut den nächsten Versuch auf einen Auswärtssieg nur 22 Stunden später anzugehen. Für Waspo trafen: Carmen Gelse, Lily Adamski (je 4), Helene Krauß, Alena Paland (je 3), Lenka Garancovska (2), Nikola Busauerova, Lea Meyer (je 1).
Nach der Reise an den Rhein ging es für den Waspo-Tross an die Elbe zum immergrünen Nordduell beim ETV Hamburg. Die Gastgeberinnen hatten Tags zuvor ihr Heimspiel gegen BW Bochum mit 10:8 gewonnen und wollten Revanche für die knappe Niederlage im Hinspiel am Maschsee nehmen.
Doch die Bukowski-Mädels machten dieser Erwartung einen dicken Strich durch die Rechnung. Der ETV lag nicht einmal in Führung. Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzten sich die Hannoveranerinnen um ihre überragende Kapitänin Carmen Gelse von 4:3 auf 8:3 ab. Bei Halbzeit führten die Gäse mit 10:6 und mit 14:11 ging es in den letzten Spielabschnitt. Zwar konnte der ETV durch Gina Nonne noch einmal auf zwei Treffer Rückstand verkürzen, doch in den Folgeminuten setzte sich Waspo 98 unwiderstehlich auf 18:12 ab und sicherte den Sieg zum 19:14 souverän ab.
Es trafen für Waspo: Carmen Gelse (6), Helene Krauß, Lea Meyer (je 3), Laura Megyesi, Lily Adamskl, Theresa Podsiadly (je 2) und Nikola Busauerova (1). Für den ETV Hamburg war Nadine Hartwig gleich siebenmal erfolgreich.
Mit 6-4 Punkten liegen die Hannoveranerinnen derzeit hinter Ausnahmeteam Spandau 04 und Bayer Uerdingen auf Rang drei in der DWL-Tabelle. FG

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