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Selbstbewusste Nullfünfer siegen weiter

SV Würzburg 05 vs Poseidon Hamburg 12:11 (6:3, 4:4, 1:2, 1:2)

Die Heimspiele des SV Würzburg 05 bleiben in dieser Saison weiterhin nervenaufreibend. Nach vielen knappen Duellen 2019 siegte das Team des Trainerduos Matthias Försch und Inaki Urkiaga am Samstag mit 12:11 gegen Poseidon Hamburg. Die Nullfünfer festigen mit dem zweiten Sieg in Folge den fünften Platz in der Tabelle.

„Wir wissen, dass wir jeden Gegner in dieser Runde schlagen können, das haben wir zuletzt auch auswärts mit Nachdruck bewiesen. Mit dieser Einstellung sind wir heute in das Spiel gegen den Tabellenführer gegangen. Dass wir das in dieser Form geschafft haben, spricht für uns“, formuliert Matthias Försch das neue Selbstbewusstsein des Aufsteigers und schob direkt die Begründung nach. „Wir wussten, dass wir zu Beginn der Saison Geduld mit der Mannschaft haben müssen. Im ersten Saisonspiel in Hamburg hatten wir nicht den Hauch einer Chance, heute dominieren wir über eine Halbzeit lang fast nach Belieben. Die Entwicklung stimmt uns extrem zuversichtlich.“

Zu Beginn bekamen die Zuschauer ein unerwartet deutliches Spiel im Becken des Wolfgang-Adami-Bads zu sehen. Die Gastgeber kamen besser in die Partie und lagen nach vier Minuten mit 3:0 in Führung. Den Norddeutschen gelang es zunächst nur einmal Spannung aufkommen zu lassen, nämlich als Hannes Glaser den 4:3 Anschlusstreffer erzielte. Was die nächsten zehn Spielminuten geschah, war schlicht beeindruckend. Die Nullfünfer bauten ihre Führung bis zu einem Spielstand von 10:4 aus und scheinbar nichts konnte sie dabei aufhalten. Sie schwammen den Hanseaten davon, nutzten jede Nachlässigkeit der Gäste konsequent, verwandelten ihre Chancen hochprozentig und in der Defensive war Torhüter Benjamin Flammersberger zur Stelle. Der spätere Spieler des Tages zeigte erneut eine hervorragende Leistung und machte mit seiner Abwehr die frühe Foulbelastung von Centerverteidiger Robert Seifert und das Fehlen seines etatmäßigen Vertreters Jonathan Wiegand vergessen.

Doch das Spiel sollte noch eine Wende parat haben. Im dritten Viertel gelang den Unterfranken nunmehr wenig. Teilweise agierten sie offensiv glücklos, aber ließen auch die zuvor gezeigte Leidenschaft und das Tempo im Spiel vermissen. Die routinierten Gäste aus der Hansestadt wussten das auszunutzen und zogen das Momentum auf ihre Seite. Sie verkürzten Tor um Tor, bis es kurz vor der letzten Viertelpause plötzlich nur noch 10:9 stand. „Das war absolut unnötig. Wir haben es zugelassen, dass es auch in diesem eigentlich deutlichen Spiel zu heiklen Momenten gekommen ist. Wir wurden zu passiv, zu vorsichtig und zwar vielleicht gerade wegen der großen Führung. Das darf uns nicht passieren, so ein Spiel müssen wir in der Phase entscheiden und nicht wieder spannend machen. Heute hatten wir aber in den kritischen Momenten stets die richtige Antwort“, so Inaki Urkiaga und spricht damit drei Schlüsselmomente an.

Als die Partie endgültig zu drehen drohte und die Hamburger ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden schienen, war es Alexander Försch, der die erste Anwort lieferte. In einem dieser eigentlich vertanen Angriffe besorgte er mit einem sehenswerten Heber das umjubelte 11:9 – zur Erleichterung von Bruder und Trainer Matthias Försch. Die Torserie der Gäste war gebrochen. Minuten später vollendete Daniel Ivlev eine mustergültig ausgeführte Überzahlvariante zum 12:9. Im direkten Gegenzug wehrte Flammersberger im Tor das letzte Aufbäumen der Hanseaten ab. Er parierte einen Strafwurf von Ex-Nationalspieler Hannes Glaser. Das Duell war entschieden, auch wenn die Hamburger in den letzten Minuten noch zum Endstand von 12:11 verkürzen konnten.

„Wieder eine kämpferische Leistung von uns, wieder ein wichtiger Sieg. Heute war es unnötig eng, aber wir werden im Kampf um den Klassenerhalt noch viele enge Spiele haben“, blickte Trainer Matthias Försch nach vorne und fügte selbstbewusst an: „Und werden viele für uns entscheiden.“

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