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Ludwigsburger lassen die rote Laterne bei den Gastgebern

Der Konten ist beim SVL geplatzt

Dem SV Ludwigsburg gelingt durch einen 10:8-Auswärtserfolg bei der SG Neukölln Berlin der erste Saisonsieg in der Pro A-Wasserballbundesliga. Der ehemalige Weltwasserballer Sandro Sukno muss noch auf seinen ersten Einsatz warten.

Nach der Schlusssirene in der Schöneberger Schwimmhalle in Berlin wirkten die Wasserballer des SV Ludwigsburg wie von allen Problemen gelöst. Nicht ohne Grund. Mit den 10:8-Erfolg über die SG Neukölln Berlin gelang der Mannschaft um Kapitän Ivan Pisk der erste Saisonsieg in der Pro A-Bundesliga nach zuletzt sieben Niederlagen und einem Unentschieden.

„Dieser Sieg war heute wichtig. Wir sind den Klassenverbleib einen Schritt näher“, sagt SVL-Torwart Ivan Pisk. Besonders Neuzugang Nino Blazevic feierte mit drei Toren einen bärenstarken Einstand beim SVL. Auch Ivan Capan zeigte in der Centerverteidigung eine ordentliche Leistung.

Das Team des SVL fokussiert vor dem Anpfiff
Sandro Sukno, Top-Transfer des SV Ludwigsburg und London-Olympiasieger mit Kroatien 2012, muss hingegen auf seinen ersten SVL-Einsatz warten und war stattdessen als Mannschaftsbetreuer in Berlin tätig. „Es gab Komplikationen beim Spielerpass. Wir warten noch auf die Bestätigung des kroatischen Wasserballverbandes und seines aktuellen Vereins Jug Dubrovnik. Sind aber guter Dinge, dass sie diese Woche über die Bühne geht“, sagt SVL-Coach Adrian Jakovcev.

Auch ohne den Weltwasserballer von 2017 hatte der SV Ludwigsburg die Auswärtspartie gegen die SG Neukölln Berlin weitgehend unter Kontrolle gehabt. Mit einer partiellen Zonenverteidigung, bei der die Ludwigsburger Wasserballer den schwächeren rechten Angriff der Berliner zum Schuss kommen ließen, entschied der SVL das erste Viertel mit 5:0.

Im Gespräch vor der Partie – Adrijan Jakovcev und Sandro Sukno
„Die Abwehr stand sehr gut. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen haben“, sagt SVL-Trainer Adrian Jakovcev. Doch dann der Einbruch: die Gastgeber kamen auf 4:6 im dritten Viertel heran. „Mit Nino Blazevic, Ivan Capan und Attila Beretka hatten wir gleich drei Neuzugänge im Wasser. Das braucht nun mal ein bisschen Eingewöhnungszeit“, sagt Jakovcev.

Die zuvor fehlende Konsequenz im Angriff erarbeitete sich SVL-Center und Nationalmannschaftspieler Timo van der Bosch zurück: durch sein starkes Stellungsspiel erzwang van der Bosch in der Folge mehrere Überzahlspiele für seine Mannschaft. Der SV Ludwigsburg, wie neu geboren, führte zum Anfang des letzten Viertels mit 10:5 und gewann am Ende mit 10:8. Mit den ersten Saisonsieg klettert der SVL auf den siebten Tabellenrang.

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