Alltag nach dem Highlight – aber nur als Momenterlebnis

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Alltag nach dem Highlight – aber nur als Momenterlebnis

Die EM in Budapest ist Geschichte – sie war, bei den Männern auf jeden Fall, ein rauschendes Fest mit zwei hochaufregenden wie erstklassigen Medaillenspielen, in denen Gastgeber Ungarn vor enthusiastischer Kulisse nach Fünfmeter-Werfen mit 14:13 Gold gegen Spanien und Montenegro etwas überraschend mit 10:8 gegen Kroatien Bronze gewann. Deutschland wurde nach einer Leistungs-Fieberkurve am Ende Neunter nach 9:8-Happy End gegen Georgien. Zwar verpasste man damit das Ziel Top 8 und die formale Qualifikationsvorgabe für einen Platz im 12er Olympia-Qualiturnier Ende März in Rotterdam, wo noch einmal drei Tickets für Tokio vergeben werden.

Die EM in Budapest sah sieben Spandau-Männer für Deutschland im Einsatz, Stefan Pjesivac fürs bronzene Montenegro, Nikola Dedovic für Serbien (5.), Tiberiu Negrean für Rumänien (11.) und Remi Saudadier für Frankreich (13.). Zumindest Pjesivac werden die 04-Nationalspieler in Rotterdam wiedertreffen, denn auch Montenegro gehört zu den fünf europäischen Teams (daneben Kroatien, Griechenland, Russland und Gastgeber Niederlande), die in Rotterdam antreten werden. Auf die Olympiaqualifikation ist die komplette Saison mit ihrer trainingsmethodischen Vorbereitung ausgerichtet – alle anderen Wettkampfverpflichtungen (Bundesliga, Pokal, Champions League) sind quasi „nachgeordnet“. Ihr letztes DWL-Spiel haben die Wasserfreunde Anfang Dezember bestritten, danach folgte noch ein Champions League-Heimspiel gegen Szolnok (13.12.). Auch nach der EM folgen nun nur kurze Zwischenspiele, bevor die Auswahlvorbereitung auf Rotterdam anläuft.

Am Samtag (1.2., 16 Uhr) müssen die Berliner im Stadionbad von Hannover am 10. A-Gruppen-Spieltag als minuspunktfreier Spitzenreiter (18:0) bei den im ersten Saisonteil überzeugenden und gegenüber dem Vorjahr stark verbesserten White Sharks Hannover antreten, die mit 8:8 Zählern auf Rang 5 notiert sind. Die Niedersachsen haben viele talentierte Jung-Kräfte in ihren Reihen, aber auch zuvor beim lokalen Partner Waspo erfahrene Ex-Stars wie Predrag Jokic und Luka Seculic. Die Partie in der Hinrunde gewann Spandau mit 16:7 (9:5). Für die Wasserfreunde ist die Hannover-Begegnung auch Vorbereitung auf die Champons League-Hauptrundeneinsatz am 5. Februar (19 Uhr) bei VK Szolnok, in dessen Reihen mit Ungarns EM-Torwart Viktor Nagy und Danil Angyal zwei frisch gekürte Europa-Champions stehen. Am 9. Februar (13.30 Uhr) schließlich folgt das DSV-Pokal-Viertelfinale, das Spandau erneut auf den bekannten Reiseweg zu den White Sharks Hannover schickt.

Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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