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Glanzloser Sieg bringt zwei wichtige Punkte

SV-Wasserballer gelingt Revanche gegen Düsseldorf

(prg) Die erwartete und vom Trainer verlangte Trotzreaktion ist am Samstag in der Weidener Thermenwelt leider ausgeblieben. Bis auf die ersten drei furiosen Spielminuten präsentierten sich die Aigner-Schützlinge wenig überzeugend und ziemlich leidenschaftslos. Am Ende konnten die Weidener einen sehr wichtigen Sieg einfahren, der jedoch mehr auf Schwächen des Gegners, als auf eigene Stärken zurückzuführen ist. Mit 16:14 Toren gegen den Düsseldorfer SC erreichen die SV-ler gerade so das Soll und hoffen auf einen richtigen Ruck für die nächsten zwei Heimspielen gegen Tabellenführer Hamburg und Aufsteiger Würzburg.

Der Start in das Spiel war das Beste, was die Zuschauer an diesem Abend in der Weidener Thermenwelt zu sehen bekamen. Mit 4:0 gingen die Hausherren schon nach drei Minuten in Führung. Die ersten Angriffe wurden allersamt schnell und präzise durchgeführt und ließen schnell auf ein Schützenfest der Gastgeber hoffen. Doch es kam anders, die Oberpfälzer verloren abrupt ihre Linie, die Spannung ließ scheinbar nach und die Verunsicherung machte sich nach und nach in den Reihen des Weidner Teams breit. Anstatt mit mindestens 5 bis 6 Toren im Front in die erste Pause zu gehen, bekamen die SV-ler drei Treffer in Folge und verspielten damit den komfortablen Vorsprung aus den ersten Spielminuten. Nach 4:3 im ersten nahm das Spiel im zweiten Viertel ähnlichen Verlauf. Die Hauherren vergaben etliche Chancen und schafften es nicht, leichte Gegentore zu vermeiden. Die geschwächt aufgestellten Westdeutschen glichen zunächst 4:4 aus und gingen dann, noch im zweiten Viertel zum ersten Mal (5:6) in Führung. Es folgte noch der zwischenzeitige 6:7 Spielstand, ehe die Reger-Städter mit einem Hattrick den 9:7 Halbzeitstand einstellen konnten. Nicht gerade sehr sehenswert, aber schon solider als davor gewannen die SV-ler das dritte Viertel mit 4:2 und setzten sich damit vorentscheidend mit 13:9 vor erster Pause ab. Nachdem auch die ersten zwei Treffer des Schlussviertels den Hausherren gehörten, war die Partie knappe fünf Minuten vor Ende (15:9) bereits entschieden. In den letzten Spielminuten erlebten die Zuschauer einen wiederholten Spannungsabfall in Reihen des Teams um den guten Torwart Christopher Klein, der am Ende zu dem knappen 16:14 Ergebnis führte.

Mit diesem Sieg wurden ganz wichtige Punkte eingefahren, damit bleiben die Weidener gut im Geschäft und immer noch im Soll. Allerdings sind die Verantwortlichen mit der Art und Weise der Vorstellung nicht zufrieden: „16 Tore in Angriff sind zuerst mal gut, aber 14 zu bekommen war viel zu viel und es lag hauptsächlich an individuellen Fehlern und schlechter Kommunikation. Die Einstellung stimmte heute nicht ganz, die Jungs haben das Spiel zu früh in den Köpfen schon gewonnen. Wir dürfen nicht alles auf das junge Alter schieben. Wir wissen was die Nachwuchsfraktion spielen kann und dadurch haben wir einen anderen Anspruch, den wir nicht zurückschrauben wollen, nur weil es gerade nicht richtig rund läuft. Unterm Strich zählt heute der Sieg, wir hatten jetzt zwei wenig überzeugende Spiele hinter uns und werden alles daran setzten, dass es gegen Hamburg und vor allem in zwei Wochen gegen Würzburg besser aussieht“ so der nachdenklicher Trainer Aigner nach dem Spielabpfiff. Seine Mannen müssen unbedingt nachlegen und besser werden, wenn sie noch rechtzeitig die Kurve kriegen wollen. „Der Gegner war nicht sonderlich stark aufgestellt heute, den müssen wir eigentlich aus der Halle schießen, das war zu uneffektiv, die Chancenausbeute muss besser werden“ ärgerte sich Kapitän Thomas Kick.

Am nächsten Samstag gibt der Aufsteiger und Tabellenführer Hamburg in der Thermenwelt seine Visitenkarte ab. Eine Woche später, am 8. Februar gastiert der zweite Aufsteiger Würzburg in Weiden zu einer weiteren Auflage der Bayernderbys in der Deutschen Wasserball-Liga.

SV Weiden – Düsseldorfer SC 1898 16:14 (4:3, 5:4, 4:2, 3:5)
Wasserverweise: Weiden 13 + 3 Strafwürfe + Spieldauerstrafe, 16 + 1 Strafwurf
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer (Coburg), Robert Kovács (Ludiwgsburg)
DWL-Spielbeobachter: Wolfgang Rühl (Günzburg)
„Spieler des Tages“: Sean Ryder (Weiden)
Zuschauer: 85

SV Weiden spielte mit
Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann (3 Tore), Philipp Sertl (1), Michael Trottmann (1), Thomas Kick (1), Denis Reichert, Jakob Ströll (1), Robert Reichert (3), Marek Janecek, Andreas Jahn, Sean Ryder (5), Andreas Widiker (1) und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

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