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Mit Blitzstart und Disziplin zum Erfolg

Die deutschen Wasserballer haben bei der Europameisterschaft in Budapest einen Sieg im Schlüsselspiel eingefahren.
Mit 8:5 setzte sich das Team um Kapitän Julian Real (Waspo 98 Hannover) gegen die Slowakei durch und steht damit praktisch sicher in der Zwischenrunde der besten zwölf Nationen.
Ein Auftakt nach Maß sorgte für eine schnelle Führung, die die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm nicht mehr abgab. Knapp vier Minuten waren im ersten Spielababschnitt absolviert, und schon führte Deutschland mit 3:0. Maurice Jüngling nach einer schönen Einzelleistung, Julian Real mit einem brachialen Distanzknaller und Denis Strelezkij im Nachfassen waren für die DSV-Auswahl erfolgreich. Im Gegenzug griff Waspo-Akteur Moritz Schenkel zweimal beherzt zu und hielt seinen Kasten zunächst sauber. Die Slowaken benötigten etwas Zeit, um sich von dem Schock zu Beginn zu erholen. Den ersten Gegentreffer konterte der starke Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg) mit einer gelungenen Centeraktion zum 4:1-Zwischenstand nach dem ersten Viertel.
In der Folge verpasste es Deutschland den Vorsprung auszubauen. Einige Überzahlsituationen wurden überhastet vergeben, so dass die Slowaken erst auf 2:4 verkürzten und dann durch den früheren Hannoveraner Marek Tkac, der jetzt bei Aix en Provence in Frankreich spielt, mit einem Distanzwurf zum Anschlusstreffer kamen. In dieser kritischen Phase brachte Kapitän Real einen gekonnten Aufsetzer aus großer Entfernung an, der das 5:3 zur Pause erbrachte.
Denis Strelezkij traf zu Beginn des dritten Spielabschnitts mit einem technisch hochwertigen Wurf aus spitzem Winkel zum 6:3. Ein Gegentor in Unterzahl kompensierte die deutsche Mannschaft durch einen verwandelten Strafwurf vom Spandauer Marko Stamm, den Timo van der Bosch gekonnt herausgeholt hatte. Erneut trafen die Slowaken, aber diesmal stellte Julian Real mehr als elf Minuten vor dem Ende den alten Abstand zum 8:5 wieder her. Kaum jemand hätte es zu diesem Zeitpunkt für möglich gehalten, dass damit bereits der Endstand auf der Anzeigetafel angezeigt war. Die deutsche Mannschaft spielte in der Verteidigung diszipliniert, und was übrig war, griff sich der immer stärker werdende Schlussmann Schenkel. Die Slowaken mühten sich, konnten aber selbst zwei Strafwürfe nicht nutzen, von denen Schenkel einen parierte, während der andere von der Latte ins Feld zurücksprang.
Die Angriffsleistung der deutschen Mannschaft sorgte nicht gerade für Begeisterungsstürme auf der nur spärlich gefüllten Tribüne, doch gab es in dieser so bedeutsamen Partie keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Die so wichtigen Punkte im Kampf um die Teilnahme an der Zwischenrunde und die damit verbundene Möglichkeit zur Qualifikation für das Ausscheidungsturnier für Olympia sackte die Mannschaft um Center-Routinier Dennis Eidner allerdings ein. Die Slowakei wird hingegen in der „Trostrunde“ um die Ränge 13 bis 16 spielen müssen und verpasst damit definitiv die nur rudimentäre Chance zur Olympiateilnahme. FG

Bild: LEN

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