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12ER-TEAMS UND 13ER-KADER FÜR TOKIO

Um gut die Hälfte der Startplätze bei den beiden olympischen Wasserballturnieren in Tokio (Japan) wird nach dem Jahreswechsel noch gekämpft werden, doch zumindest ein drohender Alptraum ist von dem einzelnen Aktiven gewichen. War für das größte Sportereignis der Welt zunächst eine Verringerung der Mannschaftsstärken auf elf Spieler pro Team angekündigt worden, soll es nach dem jüngsten Rundschreiben des Weltschwimmverbandes FINA nun doch die bei internationalen Championaten gewohnten 13er-Kader geben, dieses allerdings mit einem kuriosen Kompromiss: In Tokio sollen pro Spiel nur zwölf Aktive zum Einsatz kommen.

Nach der zwischenzeitlich beschlossenen Ausweitung des olympischen Frauenturniers von acht auf zehn Mannschaften (Männer: zwölf) war in beiden Konkurrenzen eine Reduzierung der Kader- wie auch Mannschaftstärken auf jeweils elf Athleten verkündet worden, um den Obergrenzen des Internationalen Olympisches Komitees (IOC) bei den Teilnehmerzahlen gerecht zu werden. Damit wäre allerdings im Gegensatz zu seit 1981 angewendeten Regeln die Spielerzahl pro Partie erstmals wieder von 13 auf elf Aktive gesenkt worden, dieses allerdings bei stark gestiegenen körperlichen Anforderungen im Wasser.

Die FINA konnte in ihrem Rundschreiben nun eine Rückkehr zu den 13er-Kadern vermelden, wobei allerdings nur zwölf Athleten pro Team ein Platz im olympischen Dorf zusteht. Als kurios anmutender Kompromiss kommen pro Partie allerdings jeweils nur zwölf Spieler zum Einsatz, doch können die Trainer analog zu den anderen Teamsportarten ohne besondere Formalien die Mannschaftsaufstellungen von Spiel zu Spiel abändern. Wasserballfunktionäre hatten sich in den Diskussionen auch darauf aufmerksam gemacht, dass eine Verringerung der Spieleranzahl die neuen, um einiges dynamischeren Spielregeln konterkarieren würde.

Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) geht nach den gesammelten Erfahrungen davon aus, dass die teilnehmenden Mannschaften in der Mehrzahl der Partien ohne ihren zweiten Torwart ins Rennen gehen werden. Dieses erscheint umso sinnvoller, um sich angesichts der neuen FINA-Regeln gegen die zuletzt gestiegene Foulbelastung und damit drohenden vorzeitigen Spielverlusten abzusichern. Parallel zu den neuen FINA-Regeln war seit Sommer 2018 auch wiederholt reduzierte Mannschafts- und Kaderstärken getestet worden: So waren beim FINA-Weltcup 2018 in Berlin bei sechs Spielen binnen sechs Tagen 13er-Kader mit 11er-Teams im Einsatz gewesen.

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