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Road to Tokio

Auf dem Weg zur absoluten Spitze

Der Traum von der ersten Olympiade, er wäre für Timo van der Bosch fast wie eine Seifenblase zerplatzt. Eine Schultereckgelenksprengung zwang den Wasserball-Centerspieler zu dreimonatiger Pause bei der Saisonvorbereitung in August.

Doch van der Bosch kämpfte sich beim Bundesligisten SV Ludwigsburg zurück: Seit dem Comeback am 17.11.19 stehen 8 Tore nach 5 Spielen wettbewerbsübergreifend (Liga und Pokal) zur Buche. „Dafür, dass ich verletzt war, konnte ich gute Akzente setzen“, sagt Timo van der Bosch.

Dessen unbändiger Einsatz hat auch Bundestrainer Hagen Stamm beeindruckt, weshalb er van der Bosch für die dreiwöchige EM-Vorbereitung, die bis zum 23. Dezember in Hannover ging und nach den Feiertagen europaweit (Mailand, Montenegro und Berlin) fortgesetzt wird, im deutschen Olympiakader nominierte. „Timo hat fleißig an sich gearbeitet.

Er hat bei der letzten EM und WM gezeigt, dass er Spiele entscheiden kann“, sagt Bundestrainer Hagen Stamm und weiß: „Jetzt muss er sein konditionelles Niveau rechtfertigen“. Eine Schippe drauflegen musste wohl das gesamte deutsche Auswahlteam beim einwöchigen Konditionstest in Hannover, der letzten Dienstag begann: Drei Trainingseinheiten im Wasser und Krafttraining stehen täglich auf dem Programm.

Road to Tokio
Zwischen Weihnachten und Neujahr macht das DSV-Team Trainingsspiele gegen Weltmeister Italien, ehe Anfang Januar ein internationales Vorbereitungsturnier in Montenegro ansteht. Zum Abschluss trainiert das DSV-Team bis zum 10. Januar mit der spanischen Nationalmannschaft in Berlin.

Nach drei Wochen Vorbereitung fliegen die Spieler am 12. Januar zur EM nach Budapest. Bei dieser kämpft das Team um Kapitän Julian Real in der schweren Gruppe A mit Slowakei, und den Weltklasseteams Kroatien und Montenegro ums Ticket für das Olympiaqualifikationsturnier im März in Rotterdam.

Timo van der Bosch auf seinem Weg nach Olympia
„Für dieses Ziel, müssen wir unter die ersten Acht kommen“, sagt van der Bosch. Das bedeutet: Mindestens zwei Gruppensiege, sonst droht Rekordeuropameister Ungarn oder Vize-Weltmeister Spanien im Überkreuzduell für das Viertelfinale.

„Wir können Montenegro schlagen, sie haben ein stark verjüngtes Team“, sagt van der Bosch. Doch bis dahin wird noch vieles auf seinen olympischen Weg passieren. Spätestens am 10. Januar wird der SVL-Wasserballer Gewissheit haben.

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