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25. Oktober 2019
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26. Oktober 2019
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Vorentscheidung zur Baderöffnung?

Die Deutsche Wasserball-Liga (DWL) erlebt am Wochenende nach einer mehr als viereinhalbmonatigen Schließung die Rückkehr des hannoverschen Stadionbades, das auch gleich mit einem Spitzenspiel wiedereröffnet wird: Am Sonnabend stehen sich mit dem in der der Pro A der DWL bisher spielfreien Pokalsieger Waspo 98 Hannover und Meister Wasserfreunde Spandau 04 gleich die beiden nationalen Topteams der zurückliegenden Spielzeiten gegenüber, die bereits eine erste Vorenscheidung für den weiteren Verlauf der deutschen Meisterschaft erzwingen können. Das Anschwimmen in Niedersachsens größter Schwimm- und Wasserballarena steigt um 18 Uhr.

Durchatmen ist auf Seiten der Gastgeber alleine schon aufgrund der Wiedereröffnung der inzwischen nicht mehr wegzudenkenden Spielstätte angesagt: Zwar ist eine Renovierung der bereits seit längerem maroden Glasfronten unumgänglich, allerdings kann nach Sicherungsmaßnahmen der Sportbetrieb jetzt zumindest bis auf Weiteres fortgesetzt werden. Neben dem ersten Heimspiel in der Cbampiosn League war auch die DWL-Toppartie zwischenzeitlich bereits abgesagt worden, kehrte jedoch vor Wochenfrist mit der verkündeten Wiedereröffnung der Anlage kurzfristig wieder auf den Spielplan zurück.

Sportlich fällt bei diesem ersten Duell zwischen den beiden Topteams bereits eine erste Vorentscheidung um Platz eins in der Liga und die neuralgische Spitzenposition für die Play-offs fällt: Da für die Endplatzierung in der Tabelle im Falle einer Punktgleichheit die Resultate der beiden Partien des direkten Vergleiches zählen, sind daher nicht nur zwei Punkte gefordert, sondern auch ein möglichst gutes Resultat. In den beiden vergangenen Spielzeiten hatten beide Teams in der Tat jeweils eines der beiden Spiele gewonnen, wobei kurioserweise jeweils das Gastmannschaft erfolgreich und diese dann im zweiten Spiel auch den imaginären Gesamtvergleich zu ihren Gunsten entschied.

Beide Teams hatten sich drei Wochen zuvor bereits einmal im Supercup gegenübergestanden, wobei Waspo 98 in einer Partie mit gleich 39 Persönlichen Fehlern mit 21:20 nach Fünfmeterwerfen erfolgreich geblieben war. Die bisherigen Auftritte in der Champions League veröefen spielerisch durchaus ansprechend, brachten aber keine big points bei den Resultaten: Spandau war trotz personeller Schwächungen beim 8:11 gegen Spaniens Meister CN Atlètic Barceloneta durchaus in Reichweite eines Punktgewinns, und auch beim kroatischen Vertreter Jadran Split (12:12) durchaus noch mehr erreichen können. Nichts zu holen gab es dagegen für Hannover bei den beiden spielstarken Budapester Teams.

Probleme bereiteten beiden Teams in der noch jungen Saison allerdings die Personalien: Bei Spandau fehlten zuletzt Frankreichs Olympiateilnehmer Remi Saudadier (Herzrhythmusstörung) als Abwehrchef und Nationalspieler Ben Reibel, allerdings zumindest der in Split ebenfalls vermisste Spielführer Marko Stamm beim heutigen Spitzenspiel wieder ins Wasser steigen. Bei den Hausherren wurde der niederländische Center Jorn Winkelhorst nach einer Handoperation bisher noch geschont, so dass der kroatische Neuzugang Petar Muslim (Olympiasieger 2012) primär in der Sturmmitte gefordert war.

Nach den Absagen der ersten Heimspiele kann sich Waspo 98 erstmals seit dem spektakulären Final Eight der Champions League Anfang Juni an gleicher Stelle wieder vor heimischer Kulisse präsentieren, wobei in den bisherigen Partien die beiden attraktiven Neuzugänge Petar Muslim (AN Brescia/Italien) und Ivan Nagaev (vom russschen Meister Dynamo Moskau) bereits für spektakuläre Aktionen gut gewesen sind. Auch die Gäste wollen ihre Chance suchen: „Wir sind dabei, uns als Mannschaft zu finden, und wollen dabei nun einen weiteren Schritt nach vorn machen. Hannover kommt uns dabei gerade recht“, sagt Teammanger Peter Röhle.

Beide Teams hoffen nach den arg dezimierten Ersatzbänken des ersten Duells, dass sie jetzt auch mit den neuen Regeln besser zurechtkommen. „Wir hätten auch würfeln können“, kommentierte Waspo98-Vereinspräsident Bernd Seidensticker die Supercup-Partie. Ebenfalls erfreulich für die hannoverschen Fans der Sportart: Die Anhänger der heimischen Teams müssen bei der Anreise aktuell nicht mehr die Spiele von Hannover 96 fürchten. Der führende Fußballverein der Landeshauptstadt ist in der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga abgestiegen, und die dortigen Sonnabendpartien starten aufgrund der Fernsehverträge jeweils schon um 13 Uhr.

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