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Spandau reist mit Siegeswillen nach Hannover

Noch ist die nationale Wasserball-Saison der Männer eine junge und hat gerademal den Supercup und in der A-Gruppe der DWL den Auftakt-Spieltag hinter sich. Der freilich liegt schon vier Wochen zurück. Gefühlt also geht es mithin eigentlich erst am kommenden Samstag so richtig los. Und das gleich mit dem Kracher schlechthin: Waspo 98 Hannover, Pokalsieger und Vizemeister 2019, empfängt Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 im heimischen Stadionbad zum deutschen Gipfeltreffen der Sportart. In den Verlautbarungen des Gastgebers wird das Duell als „richtungsweisendes Spiel“ charakterisiert.
Seit Hannovers Supercup-Erfolg im November 2018 (11:8), also binnen eines Jahres, standen sich die beiden Erzrivalen zehnmal gegenüber (Meisterschaft, Pokal, Champions League, Supercup). Die Bilanz aus diesen Partien lautet – vor allem dank des 3:0 für die Berliner im Best-of-Five-Meisterschaftsfinale – 6:4 zugunsten der Hauptstädter. In der DWL-Hauptrunde und der Champions League war das Resümee geteilt (1:1), im Pokal holte Hannover per 5-Meter-Werfen den Titel, im dramatischen Supercup Anfang Oktober 2019 ebenso (21:20 für Waspo). Langeweile dürfte mithin kaum angesagt sein fürs mit Emotionsgarantie versehene Spitzenspiel.
Beide Teams sind noch auf der Suche nach sich selbst, positive und zu verbessernde
Spielelemente in den zum Teil neu aufgestellten Mannschaften wechseln sich noch oft ab. In der Champions League hat Spandau nach dem Heim-8:11 gegen Barceloneta mit dem Auswärts-12:12 bei Jadran Split den ersten Punkt geholt, musste nach Dauerführung am Ende noch den Verlust der nahen vollen Ausbeute beklagen. Hannover hat seine beiden Partien in Budapest bei CL-Titelverteidiger Ferencvaros und beim OSC mit 12:15 und 10:19 verloren. Welchen Aussagewert all die genannten Resultate haben, wird man in der Samstagsbegegnung sehen.
Hier wie da gibt es einige Personalprobleme. Spandau musste in Split ohne den fehlenden Abwehrchef Remi Saudadier sowie den krankheitsbedingten Kurzzeit-Ausfällen Kapitän Marko Stamm und Ben Reibel antreten. Letzterer wird auch am Samstag fehlen, Stamm wieder dabei sein. Hannover sieht bei sich die mit der „Neustrukturierung“ prognostizierten „Leistungseinbußen“ bislang nicht eingetreten, beschwört aber in persona von Vereinschef Bernd Seidensticker und Trainer Karsten Seehafer, man brauche vor allem Zeit. Bei beiden Teams haben die russischen Neuzugänge (Ivan Nagajev/Waspo, Dmitri Kholod/Spandau) gut eingeschlagen. Von außen betrachtet, erscheint der Ausgang offen. „Bei den Duellen mit Hannover wird immer von Gipfel geredet. Für uns soll der Gipfel nicht am Anfang, sondern am Ende der Saison erklommen werden. Doch jetzt wollen wir die erste Basisstation für den Aufstieg errichten und gewinnen“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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