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Warnschuss in Tiflis

Deutschlands Wasserballer haben souverän das EM-Ticket gelöst, beim Qualifikationsturnier der Gruppe A in Tiflis (Georgien) jedoch den anvisierten Turniersieg aus der Hand gebeben: Im designierten Spitzenspiel unterlag die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gegen Gastgeber Georgien 7:9 (2:5, 1:0, 2:1, 2:3) und musste damit in der Olympiasaison die erste Niederlage hinnehmen. Das EM-Ticket hatte sich der WM-Achte in dem Dreierturnier wie erwartet tags zuvor mit einem 18:7-Erfolg gegen den Außenseiter Schweiz geholt.

Hatte es für die im Kaukasus mit dreifachem Ersatz angetretene DSV-Auswahl (aus dem WM-Aufgebot fehlte neben Timo van der Bosch, Dennis Eidner und kurzfristig auch noch Führungsspieler Marko Stamm) bereits tags zuvor Sand im Getriebe gegeben, folgte heute der erste Warnschuss auf dem Weg zur anvisierten Olmpiateilnahme. Der EM-13. Georgien präsentierts sich mit dem Publikum im Rücken als der erwartet unangenehme Gegner und hatte bereits bei den Titelkämpfen 2018 nur knapp mit 9:10 im Vorrundenduell verloren. Die Aufnahme des heimischen Meisters Dynamo Tiflis unter die zwölf Wild-Card-Teams der Champions League verdeutlicht die Ambitionen des Verbandes in der Sportart.

In einer Partie mit diesmal relativ wenig Protokolleinträgen fing sich die deusche Mannschaft bereits im Auftaktviertel einen schwerwiegenden 2:5-Rückstand ein. Der DSV-Auswahl gelang im weiteren Spielverlauf einzig im dritten Viertel kurzzeitig der Ausgleich, als Lucas Gielen 50 Sekunden vor der letzten Viertelpause in Überzahl das 5:5 (24.) erzielte. Allerdings ließ Sandro Adeishvili noch im Gegenzug die erneute Führung für Georgien folgen. Dem Team von Kaukaus gelang durch Damir Tsrepulia mit dem 7:5 (26.) zudem auch der erste Treffer des Schlussabschnitts, so dass aus deutscher Sicht die zwischenzeitlich wieder greifbare Siegchance wieder zu entschwinden begann.

Die lediglich sieben Tore des Abends teilten sich Maurice Jüngling, Julian Real, Marin Restovic (je 2) und Lucas Gielen. Es war im dritten Duell beider Teams seit der Premiere bei den Europameisterschaften 2016 in Belgrad (Serbien) die erste Niederlage der deutschen Auswahl. Da die deutsche Mannschaft aus den beiden Spielen neben einen Sieg auch mit einer positiven Tordifferenz herausgeht, ist zumindest der zweite Platz und das damit verbundene EM-Ticket sicher.

Sollte sich Georgien am Abschlusstag im Duell gegen die Schweiz den Turniersieg holen, ist die DSV-Auswahl bei der Auslosung der Vorrundengruppen für die Europameisterschaften in Budapest (12. bis 26. Januar) nur im untersten Lostopf vertreten und muss bereits beim Kampf um den Einzug in die K.o.-Phase mit schweren Gegnern rechnen. Positiv: Mit dem Turnier von Tiflis kann die detusche Mannschaft in der vor Terminen überbordenden Olympiasaison zumindest das Thema EM-Qualifikation nach nur einem Wochenende abhacken, nachdem es in der Vergangenheit auch schon Einzelspiele für die sportlich eher unergiebige Wettkampfphase gegeben hatte.

EM-Qualifikation Männer 2020

Gruppe A in Tiflis (Georgien), 2. Spieltag

Georgien – Deutschland 9:7 (5:2, 0:1, 1:2, 3:2)

Deutschland: Moritz Schenkel, Ben Reibel, Ferdinand Korbel, Julian Real 2/1 Tobias Preuß, Maurice Jüngling 2, Denis Strelezkij, Lucas Gielen 1, Hannes Schulz, Mateo Cuk, Marin Restovic 2, Reiko Zech und Kevin Götz. Trainer: Hagen Stamm

Persönliche Fehler: 8/7

Spielplan und Resultate

Freitag, den 11. Oktober 2019
19:30 Schweiz – Deutschland 7:18 (0:4, 2:3, 1:4, 4:7)

Sonnabend, den 12. Oktober 2019
19:30 Georgien – Deutschland 9:7 (5:2, 0:1, 1:2, 3:2)

Sonntag, den 13. Oktober 2019
11:00 Georgien – Schweiz

Spielstätte: Olympic Pool, Beri Gabriel Salosi Street 1, Tiflis, Georgien

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