Weiden startet zum 11. Mal in die Bundesligasaison

PRESS RELEASE LEN PR 95/2019
10. Oktober 2019
Ansprechend …
10. Oktober 2019
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Weiden startet zum 11. Mal in die Bundesligasaison

Auftakt bei Bayer Uerdingen. „Spender“ Ryder fehlt in den ersten Partien.

(prg) Nur zwei Jahren fehlten die Weidener Wasserballer in der Deutschen Wasserball-Liga, nach ihrem Aufstieg 2006. Am kommenden Samstag beginnt ihre insgesamt 11. Bundesligasaison. Nachdem die Oberpfälzer am ersten Spieltag letzte Woche spielfrei hatten, müssen sie am Samstag in Krefeld gegen den SV Bayer 08 Uerdingen antreten. Nach einer langen Vorbereitung freuen sich die SV-ler, dass es endlich losgehen kann und alle sind gespannt, wie konkurrenzfähig die immer noch junge und zur letzten Saison unveränderte Mannschaft in dieser Saison ist.

Den spielfreien Tag nutzten die Max-Reger-Städter um gegen einen anspruchsvollen Gegner zu testen. Gegen den Lokalrivalen SV Würzburg 05 absolvierten die Aigner-Schützlinge eine gemeinsame Trainingseinheit und ein Testspiel und konnten sich damit ein Bild über die aktuelle Verfassung machen. Trainer Aigner lobte die Trainingseinheit und war insgesamt auch mit dem Spiel seiner Schützlinge zufrieden. Die Mannschaft konnte sich nochmals auf die veränderte Spielregeln einstellen, Aigner konnte fast alle seine Sportler (Center Jakob Ströll fehlte) einsetzen und einiges ausprobieren, um die letzten Erkenntnisse für die letzte Trainingswoche zu gewinnen. „Das Spiel ist leicht verändert, wurde schneller und es ergeben sich neue Möglichkeiten mit den Regeländerungen. Das sind Chancen, die können wir aber nur nutzen, wenn wir daran arbeiten, die Möglichkeiten besser oder schneller als der Gegner einzusetzen. Das ist jetzt eine ganz wichtige Aufgabe für den Saisonstart“ erklärt Aigner nach dem Trip nach Würzburg.

Bayer Uerdingen wird als einer der direkten Kontrahenten gegen den Abstieg gehandelt. Nach der Hauptrunde wird die B-Gruppe in eine Aufstiegs- und eine Abstiegsgruppe unterteilt und in Weiden rechnet man damit, dass die Teilnahme in der unteren Gruppe möglich ist. „Natürlich wollen wir die Abstiegsrunde vermeiden, die Chance ist auch da, aber wir müssen mit der Teilnahme in der unteren Gruppe rechnen“. Die Ergebnisse der Hauptrunde aus den Direktspielen der beteiligten Teams werden „mitgenommen“ und deshalb ist es wichtig, gegen potenzielle Direktkonkurrenten zu punkten: „Wir wissen noch gar nicht, wo wir stehen, wissen aber, dass Bayer mit einigen personellen Problemen zu kämpfen hat und hoffen, dass wir am Waldsee punkten können“ sagt Kapitän Thomas Kick. Die Westdeutschen patzten bereits im ersten Spiel beim Aufsteiger in Hamburg (16:7). „Das war überraschend, es wird aber nicht unbedingt einfach werden, dort um Punkte zu kämpfen“ ergänzt Kick. Wie es scheint, sind die Bayer-Verantwortlichen dabei, einiges in ihren Strukturen zu verändern und die Mannschaft ist stark verjüngt, aber zuhause können sie entsprechend ergänzen und sind immer ernst zu nehmen. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie die Weidener mit ihrer jungen Truppe in der DWL zurechtkommem. Die SV-ler sind sich sicher, sie werden sich in Laufe der Saison, ähnlich wie letztes Jahr, weiterentwickeln und hoffen, in der entscheidenden Saisonphase genügend Erfahrung gesammelt zu haben, um letztendlich den Klassenerhalt direkt zu schaffen. „Wir müssen Geduld üben, uns vom Spiel zum Spiel stärken, geschlossen und diszipliniert weiterarbeiten, dann wird es schon funktionieren“ ergänzt der Trainer Aigner gewöhnlich optimistisch. Eine Platzierung unter den ersten vier der Pro B Gruppe soll der Weg sein, der zum Ziel Klassenerhalt führen soll. Nach diesem Credo gehen die Oberpfälzer ihr weiteres DWL-Abenteuer an.

Sean Ryder spendet Knochenmark und fehlt in ersten drei Spielen
Die Mannschaft um den Kapitän Thomas Kick kann leider nicht nur in Uerdingen aus dem vollen schöpfen. Der Routinier und Goalgetter in Reihen der Weidener Sean Ryder unterlag sich einer Knochenmarkspende für die DKMS und wird mindestens drei Partien fehlen. Nach der Typisierungsaktion im Jahre 2015, die durch die Weidener Wasserballer unter dem Motto „Robin will leben“ organisiert wurde, befinden sich seine Daten in der DKMS-Datenbank. Jetzt stellte sich heraus, dass er alle Vorgaben erfüllte, für einen Patienten spenden zu können. Nach einer Reihe von Untersuchungen wurde die Knochenmarkentnahme vergangenen Mittwoch in Dresden durchgeführt. Für die SV-ler ist es ein Ausfall, der kaum kompensiert werden kann, aber: „Das ist für uns schade, aber es kann auf der anderen Seite so viel für einen Menschen bedeuten. Es gibt hier gar keine Diskussionen, es geht um Menschenleben und dagegen ist unser Wasserball absolut nebensächlich. Wir hoffen, dass alles gelingt und Sean dem Patienten helfen kann und sind einfach nur stolz auf ihn.“ erklärt Mannschaftsleiter Irek Luczak die Gefühlslage.

Die Aufstellung (außer Ryder) ist für das Auftaktspiel noch nicht bekannt, hier der gesamte Kader für die DWL-Saison 2019/2020

Matthias Kreiner und Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann, Alexander Hinz, Michael Trottmann, Thomas Kick, Denis Reichert, Jakob Ströll, Marek Janecek, Andreas Jahn, Robert Reichert, Sean Ryder, Andreas Widiker, Toni Hinz, Philipp Sertl, Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner
Am nächsten Wochenende (19.10.) spielen die SV-ler die zweite Runde des Deutschen Wasserball-Pokals auswärts gegen die SG Sollingen/Wuppertal. Am Samstag den 26.10. steigt das erste Heimspiel der Weidener in der WTW, Gegner ist Duisburger SV 1898, Spielbeginn 18.00 Uhr.

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020

Pro A
ASC Duisburg
SSV Esslingen
Wfr. Spandau 04
OSC Potsdam
SG Neukölln Berlin
SV Ludwigsburg 08
Wassersportfreunde von 1898 Hannover
White Sharks Hannover

Pro B
SGW Rhenania/BW Poseidon Köln
SV Poseidon Hamburg
Duisburger SV 1898
Düsseldorfer SC 1898
SV Bayer Uerdingen 08
SV Krefeld 1972
SV Weiden 1921
SV Würzburg 05

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