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Fabienne Heerdt debütiert in der Nationalmannschaft

Borghorst – Der traditionsreiche Borghorster Wasserballsport kann einen weiteren Akteur mit internationalen Einsätzen vermelden: Die beim SV Olympia Borghorst groß gewordene Fabienne Heerdt debütierte gleich zum Saisonstart in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei einem Sechs-Nationen-Turnier im slowakischen Kosice.

Die Tochter des langjährigen Borghorster Trainers Wolfgang Heerdt hatte in der Jugend- wie auch Frauenmannschaft des SVO gespielt und war 2015 zum Bundesligisten SV Blau-Weiß Bochum gegangen. Anfang des Jahres war Heerdt nach einer mehrmonatigen Spielpause in der laufenden Saison zum deutschen Meister SV Nikar Heidelberg gewechselt. Dort holte die 22-Jährige nicht nur Bronze in der Bundesliga wie auch dem DSV-Pokal, sondern schaffte auch in der bundesweiten Torschützenlisten den Sprung unter die Top zehn. Unter dem neuen Auswahltrainer Arno Troost (Bochum) kam nun auch die erste Einladung in die Nationalmannschaft, obwohl Heerdt als Jugendliche kein einziges Länderspiel absolviert hatte.

Das Turnier um den Pia-Cup in Kosice war 14 Monate nach dem achten Platz bei den Europameisterschaften 2018 in Barcelona (Spanien) der erste internationale Auftritt der deutschen Frauen. Die mit vier Neulingen und vielen jüngeren Aktiven angetretene DSV-Auswahl war mit einem 20:3-Sieg gegen das spätere Schlusslicht Ukraine und einem 8:8-Unentschieden gegen den EM-Neunten Serbien verheißungsvoll gestartet. Es folgten drei Niederlagen gegen die Vereinsteams von Gastgeber SG Olympia Kosice (8:10), CSS Verona (Italien/8:13) und VK Eger (Ungarn/5:12), so dass am Ende nur Platz fünf blieb.

Fabienne Heerdt kam in allen fünf Partien zum Einsatz und konnte sich gegen Verona auch in der Torschützenliste eintragen. „Es war aufregend und lehrreich zugleich, mein erstes internationales Wasserballspiel in der Slowakei zu bestreiten. Natürlich habe ich mittlerweile schon einige Bundesligaspiele bestritten, aber plötzlich in einem anderen Land für die deutsche Nationalmannschaft zu spielen, ist etwas vollkommen Neues gewesen“, berichte die 22-Jährige von ihrem Debüt in den DSV-Farben.

Die Resultate spielten laut Co-Trainer Sven Schulz (Chemnitz) nur eine untergeordnete Rolle: „Wir wollten nach der Länderspielpause ein Spielsystem etablieren, dafür war das Turnier genau richtig.“ Der Auftritt in der Slowakei ist die wichtigste Vorbereitungsmaßnahme auf die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Rumänien, die am 12. Oktober auswärts in Focsani sowie am 26. Oktober in Duisburg zur Austragung kommen werden. Fernziel ist die Europameisterschaft 2020, die bereits in der zweiten Januar-Hälfte in der Wasserball-Hochburg Budapest (Ungarn) zur Austragung kommen wird.

Fabienne Heerdt ist nicht die erste Borghorster Wasserballerin, die es zu internationalen Ehren gebracht hat: Carola Hartwig gewann in der Bundesliga mehrere deutsche Meisterschaften mit dem SV Blau-Weiß Bochum und war 1997 in Sevilla (Spanien), 1999 in Prato (Italien) und 2001 in Budapest (Ungarn) auf gleich drei Europameisterschaften vertreten. Bastian Schmellenkamp stieg 2014 mit Deutschlands Nachwuchs bei den U19-Europameisterschaften in Tiflis (Georgien) ins Becken. 2018 spielte er in Australiens Nationalliga bei den Queensland Breakers und ist inzwischen stellvertretender Spielführer beim sechsmaligen deutschen Meister ASC Duisburg.

Foto:
Fabienne Heerdt gehörte zusammen mit Vereinskameradin Emma-Eliza Koch (l.) zu den vier Neulingen in deutschen Frauen-Nationalmannschaft. Foto: Verein

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