DWL-Auftakt mit Freibadpartie und Berlin-Doppel

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DWL-Auftakt mit Freibadpartie und Berlin-Doppel

So früh wie noch nie in der Geschichte des Wettbewerbs startet an diesem Wochenende die neue Saison in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL): Drei Partien der Pro A eröffnen die 51. Spielzeit der höchsten nationalen Spielklasse, und der frühere Saisonstart sorgt zumindest für ein Novum. Das Neckar-Derby zwischen dem SSV Essligen und dem Gruppenneuling SV Ludwigsburg wird auf der SSVE-Vereinsanlage noch als Freibadpartie zur Austragung gelangen. Dazu gesellen sich mit den Duellen der Wassserfreunde Spandau 04 gegen den OSC Potsdam und der SG Neukölln gegen den ASC Duisburg zwei Spiele in Berlin.

Erstmals seit dem Abschied des SV Cannstatt aus der A-Gruppe der Pro A steht in der DWL wieder ein württembergisches Derby auf dem Progamm, wobei das Duell zwischen dem etablierten SSV Esslingen und dem erst 2017 wieder in das Oberhaus zurückgekehrte SV Ludwigsburg zudem in dem Freibadambiente der SSVE-Vereinsanlage steigt. Beide Teams spielen in der Hallenzeit ansonsten im nahegelegenen Stuttgart unter dem Traglufthallendach des Inselbades Untertürkheim. Sportlich geht es im Derby um dem Vorherrschaft im Südwesten und sogar der Landesgruppe Süd. Beide Teams brauchen allerdings dringend die Punkte, wenn sie bei der Vergabe der sechs Play–off–Plätze in dem Achterfeld mitmischen möchten.

Esslingen kann auf seinen gewachsenen Kader setzen (auch der zweimailge Olympiateilnehmer Heiko Nossek hängt noch eine Saison dran) und vermeldet mit Marvin Thran einen Rückkehrer vom Rivalen. Ludwigsburg hat zum dritten Mal in Folge größere Änderungen im Kader vorgenommen und verzeichnet mit dem Kroaten Mario Jankovic auch einen neuen Trainer. Fehlen wird in jedem Fall WM–Teilnehmer Timo van der Bosch, der eine Schultereckgelenkssprengung auskurieren muss. Die Partie auf der Neckarinsel ist eingebettet in eines der beiden Vorrundenturniere zu den deutschen U14-Meisterschaften.

Die zwei vielleicht heißstesten Aspiranten auf den Gewinn der Bronzemedaille präsensieren sich nacheinander in Berlin: Der OSC Potsdam rechnet sich beim amtierenden deutschen Meister Wasserfreunde Spandau 04 allerdings keine Chancen auf einen Punktgewinn aus, zumal vor Wochenfrist auch auch das jüngste Duell beider Teams beim Ehrl-Cup deutlich mit 7:22 verlorengegangen ist. Spandau bietet sich dagegen die Chance, bereits mit dem ersten Spieltag der neuen Saison die Tabellenführung zu übernehmen und vielleicht sogar einen Start–Ziel-Sieg für den anvisierten Meisterschaftsgewinn hinzulegen.

Gespannt sind die Beobachter auf das nachfolgende Duell zwischen der SG Neukölln und dem ASC Duisburg, die beide mit neuen Trainern ins Rennen gehen. Auf Berliner Seite musste der neue Macher Andreas Schlotterbeck nach einer Reihe von Abgängen (darunter Torwart Florian Thom zum Nachbarn Spandau 04) erheblich umbauen, wobei gleich mehrere Akteure des SC Wedding zum Zuge kommen werden. Auf Duisburger Seite muss der neue Trainer Paul Schüler nach dem Karrierenende als Spieler im Wasser unter anderem seine eigene Person ersetzen und wird dabei einer Reihe junger Gesichter vertrauen.

Bereits im Vorfeld verlegt worden ist das Niedersachsen-Derby zwischen Waspo 98 Hannover und den White Sharks Hannover die vierte vorgesehene Partie des Auftaktspieltages: Dieses war jedoch nicht der bisher nicht erfolgten Wiedereröffnung des Stadionbades geschuldet, sondern dem bis zum Wochenende laufenden Trainingslager der Waspo98-Sieben im kroatischen Dubrovnik.

Deutsche Wasserball-Liga 2019/2020

Ansetzungen Wochenende (1. Spieltag)

Sonnabend, den 28. Septeber 2019
15:30 SSV Esslingen – SV Ludwigsburg 08 (SSVE-Freibad)
16:00 Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam (Schöneberger Schwimmsporthalle)
18:00 SG Neukölln – ASC Duisburg (Schönberger Schwimmsporthalle)

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