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Sieben White-Sharks mit Deutschland auf Rang 7

Die deutsche Wasserball-U17-Nationalmannschaft hat bei den Junioreneuropameisterschaften in der georgischen Hauptstadt Tiflis für Furore gesorgt. Mit sieben Spielern vom deutschen Nachwuchsmeister White Sharks Hannover, nämlich Schlussmann Felix Benke, Linus Schütze, Niclas Schipper, Finn Rotermund, Philip Portisch, Steffen Hülshoff und Ben Aust holte das DSV-Team um das Trainerduo Nebojsa Novoselac (Berlin) und Milan Sagat (Hannover) einen beachtlichen siebten Platz und ließ zahlreiche starke Wasserballnationen hinter sich.
In einer schweren Gruppe bekamen es die deutschen Nachwuchscracks zunächst mit Spanien zu tun. Gegen den späteren Vizeeuropameister unterlag das DSV-Team nur knapp mit 9:11. Nach dem Auftakttreffer durch den Kapitän Zoran Bozic vom SSV Esslingen lag Deutschland in der Partie zwar nicht mehr in Führung, konnte die hochambitionierten Spanier jedoch bis zur Schlusssirene quälen.
In der für das Weiterkommen enorm bedeutsamen Begegnung mit Frankreich gewann die DSV-Auswahl am Folgetag sicher mit 11:6. Wie ein Tornado fegte die deutsche Sieben zu Beginn der Partie über die Franzosen hinweg. Nach 18 Minuten lag das Team um Torwart Felix Benke bereits mit 8:1 vorn. Der offensiv überragende Yannek Chiru von Spandau 04 war mit fünf Treffern bester Werfer, verwandelte darunter drei Strafwürfe. Frankreich erzielte zum zwischenzeitlichen 5:8 zwar vier Treffer in Folge, brachte die deutsche Mannschaft aber nicht mehr in Gefahr.
Eine Sensation gelang den „Schwarz-Rot-Goldenen“ dann gegen Kroatien. 7:5 hieß es am Ende gegen diese Wasserballgroßmacht für Deutschland. Eine erneut starke Startphase mit einem 6:2-Vorsprung zur Pause und eine sensationelle Defensivleistung mit zahlreichen Paraden des überragenden Benke im Tor brachten einen in der Fachwelt viel beachteten Prestigeerfolg.
Das Ausscheidungsspiel zum Erreichen des Viertelfinals ergab einen Auftritt gegen den Gastgeber Georgien. Zwar gingen die Georgier zur Freude des Publikums durch einen Strafwurf in Führung, doch fortan übernahm die deutsche Mannschaft die Kontrolle über die Begegnung. Der am Ende recht ungefährdete 11:6-Erfolg sicherte die Teilnahme am Viertelfinale. Bester Torschütze war hier der hannoversche Linkshänder Niclas Schipper mit vier Treffern und auch Linus Schütze war einmal erfolgreich.
Im Viertelfinale musste die DSV-Auswahl dann gegen den späteren Europameister Italien antreten. Bereits nach dem ersten Spielabschnitt stand ein 0:4-Rückstand auf der Anzeigetafel. Zwar gelang es kurz vor der Pause mit einem Kraftakt noch einmal auf 3:5 zu verkürzen, doch hatte diese Aufholjagd offenbar zu viel Substanz gekostet. Italien setzte sich im dritten Viertel auf 10:3 ab und verwaltete den Vorsprung zu einem souveränen 13:6-Gesamterfolg. Der Duisburger Mark Gansen markierte vier Treffer und neben Yannek Chiru traf auch Finn Rotermund von den White Sharks Hannover.
In der Platzierungsrunde 5-8 trafen die Deutschen im Halbfinale zunächst auf Serbien. Nach einem schnellen 0:2-Rückstand erzielten Niclas Schipper und Zoran Bozic im zweiten Spielabschnitt den Ausgleich. Die offensive Durchschlagskraft reichte aber an diesem Tag nicht aus, um den Serben richtig gefährlich zu werden. Nach Treffern von Philip Portisch (Hannover) und Aleks Sekulic (Bayer Uerdingen) gab es eine 4:8-Niederlage.
Im Spiel um Platz sieben gelang der deutschen Mannschaft dann noch einmal ein fulminanter Schlusspunkt. Im achten Spiel binnen acht Tagen konnte sich das DSV-Team noch einmal aufraffen und mobilisierte deutlich mehr Kräfte und Energie als Gegner Russland. Mit 12:4 versenkten die „Schwarz-Rot-Goldenen“ die Russen zum Ausklang des Turniers und konnten sich nach einem 4:2-Vorsprung zu Beginn des dritten Spielabschnitts noch deutlich absetzen.
Nach dieser überaus eindrucksvollen Turniervorstellung ist damit zu rechnen, dass die eingesetzten Akteure schon bald gute Rollen in ihren Klubs übernehmen werden und auch im Seniorenbereich zügig in die Nationalmannschaft drängen können.

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