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Deutschland quält den Olympiasieger

In der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht bei der Weltmeisterschaft in Gwangju / Südkorea hat Deutschland Wasserball-Olympiasieger Serbien alles abverlangt. Am Ende unterlag das deutsche Team dem verjüngten Favoriten mit 16:17 nach Fünfmeterwerfen, 12:12 hatte es nach der regulären Spielzeit gestanden.
Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Serben, die bei dieser Weltmeisterschaft aufgrund ihrer bereits feststehenden Qualifikation für Olympia 2020 einige Topkräfte ersetzt haben, trafen auf eine entschlossene deutsche Sieben. Zum Auftakt knallte der starke Ben Reibel einen Strafwurf an den Pfosten, aber im nächsten Angriff schwamm sich Maurice Jüngling geschickt frei, wurde von Lucas Gielen optimal versorgt und brachte Deutschland in Führung. Nach dem Ausgleich von Nemanja Vico tippte Center Dennis Eidner ein präzises Zuspiel zur erneuten Führung für das DSV-Team ein. Der in der Deutschen Wasserball-Liga bei Spandau 04 spielende Nikola Dedovic markierte nach gelungener Einzelleistung den wiederholten Ausgleich. Mehrfach parierte der erneut in Bestform agierende Schlussmann Moritz Schenkel von Waspo 98 Hannover glänzend. Auf der Gegenseite erzielte Timo van der Bosch aus der Centerposition das 3:2. Kurz vor der Viertelpause war es dem überragenden Topstar Dusan Mandic vorbehalten das Remis für Serbien wieder herzustellen.
Auch der zweite Spielabschnitt endete 3:3-Unentschieden. Der Olympiasieger Serbien ging erneut durch Mandic in Überzahl, Strahinja Rasovic nach einem Schnellangriff und Radomir Drasovic dreimal in Führung. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm glich jedes Mal wieder aus. Dennis Eidner nutzte eine Überzahlsituation gekonnt, Timo van der Bosch traf ebenfalls im Powerplay nach Zuspiel von Tobias Preuß und Julian Real brachte einen Aufsetzer durch. Bei 6:6 wurden die Seiten gewechselt.
In diesem Stil ging es weiter. Dorde Lazic erzielte aus kurzer Distanz das 6:7, Denis Strelezkij war aus halblinker Position zum 7:7 treffsicher. Ein Doppelschlag von Ben Reibel brachte den DSV erstmals auf zwei Tore nach vorn. Zunächst reagierte er nach einem geblockten Schuss blitzschnell und wuchtete eine Rückhand in die Maschen. Nach einem Angriff in der zweiten Welle sandte er erneut ein. Der individuell nicht zu stoppende Mandic verkürzte vor der letzten Pause auf 9:8.
Nach längerer torloser Zeit erzielte Lucas Gielen das 10:8, Mateo Cuk markierte das 11:9 und Linkshänder Marin Restovic sorgte für das 12:10. Das Erreichen des Spiels um Platz fünf schien zum Greifen nah, als die Serben nur noch 63 Sekunden für zwei Angriffe hatten. Diese nutzen sie jedoch und kamen zum Ausgleich.
Gleich der erste deutsche Schütze Lucas Gielen, der eine so starke WM spielt, traf nicht vom Punkt während alle Serben erfolgreich waren. Somit endete die Partie mit einer extrem unglücklichen Niederlage, wenngleich das deutsche Team sich erneut den Respekt der internationalen Fachwelt verdiente. Zum Ausklang geht es nun gegen Griechenland im Spiel um Platz sieben. FG

Bild: ZDF Mediathek

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