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Zwei Viertel Brezelbacken

Deutschlands Wasserballer haben bei den Weltmeisterschaften in Gwangju (Südkorea) die K.o.-Phase mit den Medaillenspielen klar erreicht: Am zweiten Spieltag der Vorrundengruppe D kam die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) nach einer starken ersten Halbzeit zu einem deutlichen 15:8 (4:1, 6:1, 2:2, 3:4)-Erfolg gegen den Olympiaachten Brasilien. Phänomenal: Der verletzte Marko Stamm (Bänderriss im linken Fuß) traf fünfmal für die DSV-Auswahl.

Mit zehn erzielten Treffern lief das Toreschießen in der erstem Halbzeit aus DSV-Sicht besser als gerne zitierte Brezelbacken. Für Schlagzeilen sorgte allerdings eine regelrechte Heldengeschichte: Entgegen ersten Planungen kam der zunächst noch geschonte Marko Stamm nach der schnellen Führung der DSV-Auswahl doch ins Wasser und traf gleich fünfmal. Tags zuvor hatte sich der Berliner nur an Krücken oder sogar im Rollstuhl an Land bewegen können. „Ich hätte nicht gedacht, dass es im Wasser trotzdem noch so gut läuft“, zeigte sich der kampfstarke Sohn von Bundestrainer Hagen Stamm selbst mehr überrascht.

Nach der klaren Halbzeitresultat von 10:2 ließ nach dem Seitenwechsel die Konzentration im Abschluss etwas, doch insgesamt konnten die DSV-Verantwortlichen mit der Vorstellung der Mannschaft mehr als zufrieden sein. Neben Stamm (5) trafen Julian Real (3), Lucas Gielen, Ben Reibel (2), Tobias Preuß, Marin Restovic und Dennis Eidner. Der Heidelberger Timo van der Bosch konnte seine Spielanteile gegenüber der Auftaktpartie deutlich steigern, war in seinem zweiten WM-Auftritt überwiegend mit Abwehraufgaben beschäftigt. Im Schlussabschnitt kam auch der zweite Torhüter Kevin Götz zu seien ersten WM-Minuten im Wasser.

Am Freitag geht es von 5:30 Uhr deutscher Zeit an gegen den Olympiadritten Italien im direkten Vergleich um Platz eins oder zwei, allerdings würde eine Niederlage mit mehr als zwei Toren Unterschied den Sturz auf Rang drei und ein schweres Achtelfinalduell gegen Vize-Europameister Spanien bedeuten. Im heutigen Parallelduell hatte Mitkontrahent Japan zuvor nur knapp mit 7:9 gegen Favorit Italien das Nachsehen gehabt und sich damit eine gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag erarbeitet. „Ich möchte alles werden nur nicht Dritter“, sagte Bundestrainer Hagen Stamm.

Weltmeisterschaften 2019 in Gwangju (Südkorea)

Gruppe D, 2. Spieltag: Brasilien – Deutschland 8:15 (1:4, 1:6, 2:2, 4:3)

Deutschland: Moritz Schenkel (1. – 24.), Kevin Götz (25. – 32.) – Ben Reibel, Timo van der Bosch, Julian Real 3, Tobias Preuß 1/1, Maurice Jüngling, Dens Stelezkij 1, Lucas Gielen 2/1, Marko Stamm 5, Mateo Cuk, Marin Restovic 1/1 und Dennis Eidner 1. Trainer: Hagen Stamm

Persönliche Fehler: 17/13

Resultate Tag 2 Männer

Mittwoch, den 17. Juli 2019
08:30 Australien – Kasachstan 17:8 (4:1, 5:1, 3:4, 5:2)
09:50 USA – Kroatien 7:17 (1:4, 3:5, 2:4, 1:4)
11:10 Ungarn – Spanien 13:11 (4:2, 5:4, 3:0, 1:5)
12:30 Neuseeland – Südafrika 8:8 (2:0, 2:2, 2:4, 2:2)
16:30 Japan – Italien 7:9 (0:2, 2:1, 4:4, 1:2)
17:50 Brasilien – Deutschland 8:15 (1:4, 1:6, 2:2, 4:3)
19:10 Griechenland – Montenegro 10:10 (3:3, 1:2, 4:4, 2:1)
20:30 Serbien – Südkorea 22:2 (6:1, 5:0, 4:1, 7:0)

Bild: ZDF Mediathek

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