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Serbien ohne „Dream Team“ – Dedovic auf WM-Kurs

Die Wasserfreunde Spandau 04 können auf einen weiteren WM-Teilnehmer hoffen: Rückraumkanonier Nicola Dedovic, einer der entscheidenden Akteure bei der Wiedergewinnung des deutschen Meistertitels, gehört zum vorläufigen 14er-Aufgebot seines Heimatlandes Serbien, das dieser Tage in die finale Vorbereitung geht. 13 Aktive werden bei den am 12. Juli in Gwangju (Südkorea) startenden Titelkämpfen dabei sein, für die auch die deutsche Mannschaft erstmals seit 2013 wieder qualifiziert ist.

Für weltweites Aufsehen sorgte der Serbische Wasserballverband bei der Bekanntgabe seines Kaders allerdings anderweitig: So wird Trainer Dejan Savic in Gwangju mit Filip Filipović, Andrija Prlainović, Stefan Mitrović, Gojko Pijetlović, Duško Pijetlović, Branislav Mitrović und Milan Aleksić freiwillig auf gleich sieben seiner 13 Olympiasieger von 2016 verzichten. Der amtierende Europameister hat nach dem Titelgewinn vor Wochenfrist beim Weltliga-Finale seinen Olympiastartplatz für 2020 bereits sicher und kann daher auf dem Weg nach Tokio (Japan) ohne Druck in die weiteren Titelkämpfe gehen.

Hintergrund ist der prallgefüllte internationale Terminkalender, der Anfang 2020 mit den Europameisterschaften in Budapest (Ungarn) und dem Olympiaqualifikationsturnier der FINA noch enger werden wird. Savic kann damit seinen älteren Spitzenakteuren, die beinahe einem „Dream Team“ gleichkommen, auf dem Weg nach Olympia etwas Ruhe gönnen. In Gwangju werden sich dagegen Spieler präsentieren, die auch über 2020 hinaus noch eine Rolle spielen können. Kritik an der internationalen Terminfülle im internationalen Spitzenwasserball ist nicht neu, allerdings ist die Entscheidung des serbischen Verbandes die bisher heftigste Reaktion auf diese Problematik.

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