Waspo 98 erzwingt Entscheidungsspiel – Junge Sharks mit Remis in Spandau

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Waspo 98 erzwingt Entscheidungsspiel – Junge Sharks mit Remis in Spandau

Die Frauen von Waspo 98 Hannover haben das zweite Spiel in der Play-Off-Serie um die deutsche Meisterschaft gewonnen. Mit 12:4 siegte das Team des scheidenden Trainerduos Marton Sagi / Ralf Schuff gegen Nikar Heidelberg und glich damit die 9:10-Niederlage im ersten Spiel am Neckar aus. Damit kommt es am morgigen Sonntag um 14 Uhr zum ultimativen Entscheidungsspiel im Volksbad Limmer.
Den äußerst souveränen Erfolg der Hannoveranerinnen hatte in dieser Form wohl kaum jemand erwartet. Die Gastgeberinnen zeigten vor ihrem begeisterten Publikum ihre wohl beste Saisonvorstellung. Die Gäste aus dem Norden Baden-Württembergs gingen zwar durch Sina van der Bosch in Führung, doch nach einer Anlaufzeit von gut vier Minuten übernahm Waspo das Kommando. Carmen Gelse verwandelte zunächst einen an ihr selbst verursachten Strafwurf sicher zum Ausgleich. Rohey Jobe erzielte durch einen beherzten Wurf in Überzahl den Führungstreffer. Zu Beginn des zweiten Viertels entfaltete die Defensive vor der starken Schlussfrau Kim Sebesta einen schier unüberwindbaren Sperrriegel. Immer wurden die Gäste in der entscheidenden Phase gedoppelt, und so gelangen Alena Paland, Birthe Thiele und Lilly Adamski immer wieder Ballgewinne. Nach dem schnellen 3:1 durch die wurfstarke Annika Ebell dauerte es fünf Minuten lang, ehe Lilly Adamski in Überzahl zum 4:1 erhöhte. Die Heidelbergerinnen benötigten eine Überzahl, um durch Annalena Gagsch auf 2:4 zu verkürzen. Noch in der letzten Minute vor der Halbzeitpause erhöhte die überragende Carmen Gelse durch einen Doppelschlag auf 6:2. Gelse behauptete sich in einem knüppelharten Abnutzungskampf im Center immer wieder und zeigte ihre Sonderklasse.
Die Hannoveranerinnen ließen auch nach dem Seitenwechsel nicht mehr den geringsten Zweifel am Sieg aufkommen. Annika Ebell vollendete aus großer Distanz präzise in den Winkel und Nicole Sarnowski traf mit einer fulminanten Rückhand. Nach einem Gegentor von Nadja Kreis stand es 8:3 vor den letzten acht Minuten. Im Schlussabschnitt trugen sich noch Laura Megyesi und Carmen Gelse je zweimal in die Torschützenliste ein und nach einem sehenswerten Gegentor von Fabienne Heerdt endete diese Begegnung mit 12:4. Zur Entscheidung in Spiel 3 um die Bronzemedaille hoffen die Frauen von Waspo 98 auf viele Fans.
Die White Sharks U 18 erreichten bei Spandau 04 ein Unentschieden. Im Finalhinspiel um die deutsche Meisterschaft trennten sich die beiden Titelaspiranten 8:8 und sorgten somit für Spannung vor dem Rückkampf am 15.06. um 14 Uhr im hannoverschen Sportleistungszentrum.
Den besseren Start erwischten dabei in der Schwimmsporthalle in Berlin-Schöneberg die Gäste aus Hannover. Jan Rotermund und zweimal Niclas Schipper sorgten gegen Ende des ersten Spielabschnitts für eine 3:1-Führung. Danach trafen die Spandauer jedoch viermal in Folge und für den Rest der Begegnung mussten die Haie von Trainer Jobst Lange meist einem Rückstand nachschwimmen. Jan Rotermund traf kurz vor und nach der Halbzeit und stellte den Ausgleich her. Ein weiterer wichtiger Treffer gelang ihm kurz vor Ende des dritten Viertels zum 6:6. Im letzten Spielabschnitt gingen die gastgebenden Berliner zunächst mit 8:6 in Führung, doch Vitor Pavicic-Capucho erzielte mit einem Doppelschlag binnen rund 50 Sekunden den Ausgleich. In den letzten fünf Minuten kassierte Philip Portisch seinen dritten persönlichen Fehler und musste das Wasser verlassen, ein Treffer gelang allerdings beiden Mannschaften in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr.
Aufgrund zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle auf Seiten der White Sharks ist die DWL-Pro A-Aufstiegsrundenbegegnung der Männer bei Bayer Uerdingen kurzfristig abgesetzt worden. FG

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