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Bestleistung in Berlin

Damen überrumpeln den Favoriten im ersten Finalspiel.

Mit einem 8-9 Sieg steigen die Bayer Damen in das Rennen um die deutsche Meisterschaft ein.

Die Damen des SV Bayer Uerdingen haben sich Großes vorgenommen. Im ersten Spiel der Finalserie konnten sie in Berlin den ersten Sieg einfahren. Das zuvor nur wenige auf sie gesetzt hätten, ließ das Team sich nicht anmerken. Die Damen aus Spandau, die sich zuletzt den Pokaltitel holten traten im Vorfeld bereits sehr siegessicher auf. Spätestens nach dem 0-3 für die Damen vom Waldsee war klar, dass die Finalspiele für die Berlinerinnen kein Spaziergang werden würden.

Mit einem starken Siegeswillen und einem noch stärkeren Teamgeist peitschte das Team um Trainer

George Triantafyllou sich zum Sieg. In einem hart umkämpften Spiel gaben die Damen ihre frühe Führung nicht mehr aus der Hand. Trotz eines Rausstellungsverhältnisses von 14-6 zu Gunsten der Gegner, behielten die Bayer Damen die Ruhe. Besonders die starke und sichere Verteidigung führte das Team auf die Siegesstraße. Das hochgehandelte Quartett aus Belen Vosseberg, Jennifer Stiefel, Mariam Salloum und der Japanerin Hosoya Kana scheiterte von Mal zu Mal an den Blockarmen der Spieler oder der starken Schlussfrau Jannika Schmidt. Das Ende entsprach einem typischen Finalthriller. Mit einer zwei-Tore Führung starteten die Bayer Damen in die letzte Spielminute. Kurz vor Schluss konnte Mariam Salloum dann für die Berlinerinnen den Anschlusstreffer zum 8-9 erzielen. Die folgenden 15 Sekunden wurden hektisch. Statt den Ball zu halten, vergaben die Damen den sicheren Sieg und spannten ihren Trainer noch einmal auf die Folter. Mit einem letzten Verzweiflungswurf versuchte die Spandauer-Torfrau den Ball im Tor unterzubringen, vergeblich. Der Siegesjubel auf der Bank der Bayer Damen währte jedoch nur kurz. Noch während der Ball in der Luft war, hatten die Berlinerinnen wohl eine letzte Auszeit genommen. So gab es nach vermeintlichem Schlusspfiff einen erneuten Ballbesitz für Berlin und drei Sekunden auf der Uhr. Jedoch konnten die Damen aus der Hauptstadt auch ihre zweite Chance nicht nutzen, womit der finale Jubel der Damen vom Waldsee nicht mehr zu stoppen war.

Das zweite Spiel der Best-of-Three Serie, dass am kommenden Samstag am Waldsee ausgespielt wird, werden die Berlinerinnen zudem ohne ihren Trainer Marko Stamm absolvieren müssen. Dieser ließ im vierten Viertel seine Verzweiflung am Schiedsrichter aus und kassierte damit die rote Karte. Auf der anderen Seite verteilte Trainer George Triantafyllou Lob an sein Team: „Die Mädels verdienen den Sieg, sie haben heute großartig gespielt. Sie haben im Wasser alles gegeben und waren zu 100% konzentriert. Für uns als Team hatte der Sieg heute nach den letzten zwei Niederlagen eine große Bedeutung. Heute dürfen wir uns feiern aber morgen werden wir wieder ins Wasser springen und noch härter trainieren, denn das Heimspiel am Samstag wird für uns nicht einfacher werden.“

Rückspiel: Samstag den 1.6. um 16 Uhr im Aquadome am Waldsee

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