Waspo 98 ohne Happy End – Sharks und Laatzen souverän

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Waspo 98 ohne Happy End – Sharks und Laatzen souverän

Waspo 98 Hannover hat auch das zweite Spiel in der Play-Off-Serie um die deutsche Meisterschaft verloren. …Mit 17:18 nach Fünfmeterwerfen verloren die Hannoveraner bei Spandau 04 und müssen nun am morgigen Sonntag um 14 Uhr an gleicher Stelle unbedingt gewinnen um im Rennen zu bleiben.
In der traditionsreichen Schwimmsporthalle in Berlin-Schöneberg lieferten sich beide Mannschaften einen Krimi der spektakulären Art. Nach dem Auftaktviertel stand es 2:2. Den Führungstreffer durch Nationalspieler Maurice Jüngling konterten Aleksandar Radovic und Pere Estrany Esforzado postwendend. Mateo Cuk gelang für die gastgebenden Berliner der erneute Ausgleich. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ging Spandau 04 durch einen Strafwurf von Tiberiu Negrean und ein Tor von Nikola Dedovic mit 4:2 in Führung. Waspo steckte jedoch nicht auf und schlug eindrucksvoll zurück. Darko Brguljan und Predrag Jokic glichen binnen 40 Sekunden aus und dank eines weiteren Treffers von Brguljan lag Waspo 98 bei Halbzeit mit 5:4 vorn. Julian Real markierte in Überzahl sogar das 6:4, doch nun waren es die Berliner die zügig ausglichen. Marin Restovic und Mateo Cuk gelang innerhalb von gut 30 Sekunden der erneute Gleichstand. Aleksandar Radovic und der Spandauer Kapitän Marko Stamm trafen noch im dritten Viertel, so dass es mit 7:7 in den Schlussabschnitt ging. Mit einem Blitzstart erzielte Brguljan die letzte Führung für Waspo in der Partie, die Lucas Gielen und Nikola Dedovic in einen Rückstand verwandelten. Nach dem Ausgleich des überragenden Brguljan stand es gut zweieinhalb Minuten vor Schluss 9:9. Es folgte eine fulminante Schlussphase. Zwei Überzahltore von Gielen und Cuk ließen Spandau 04 schon wie der Sieger aussehen, doch die beiden bis dahin torlosen Center Ante Corusic und Jorn Winkelhorst schafften mit einer Energieleistung den Ausgleich. Beide Trainer nahmen in den letzten 33 Sekunden noch ihre Auszeit und hofften auf den letzten siegreichen Angriff, doch es blieb beim 11:11 und es ging ins Penaltyschießen.
Hierbei trafen auf beiden Seiten zunächst vier Spieler, so dass es auch hier in die Verlängerung ging. Den insgesamt 18. Wurf verwandelte dann Marin Restovic zum 18:17 für die gastgebenden Berliner.
Die White Sharks Hannover haben in der Relegation zur DWL Pro A auch ihr sechstes Spiel gewonnen. Im heimischen SLZ besiegte die Mannschaft von Trainer Milan Sagat die SG Rhenania/Poseidon Köln überaus deutlich mit 16:5. Nach vier torlosen Minuten zum Auftakt erlöste Felix Struß die treuen Zuschauer mit einem Treffer aus der Centerposition. Jan Rotermund traf mit einem sehenswerten Distanzschuss zur 2:0-Führung nach dem ersten Spielabschnitt. Die konditionell turmhoch unterlegenen Kölner brachten nun Härte und Nickeligkeiten ins Spiel. Die Haie nahmen diesen Zustand an und die umsichtigen Schiedsrichter Robra/Mussin verhängten folgerichtig eine Flut von Unterzahlsituationen gegen die Gäste. Philipp Dolff, Niclas Schipper (2), Kapitän Marvin Götz und Vincent Winkler – nach einer Hinausstellung gegen den 51 Jahre alten Kölner Schlussmann Jürgen Ignatzy – trafen für die Haie zur bereits spielentscheidenden 7:1-Führung bei Halbzeit. Sehenswerte Treffer gab es auch danach im Minutentakt zu sehen. Vincent Winkler traf in Überzahl und aus großer Distanz in den Giebel. Ingo Pickert tippte einen präzisen Pass locker ein und Jan Rotermund platzierte einen Druckwurf aus vollem Schwimmtempo im Netz. Als Pickert einen Konter abschloss wurden beim 12:2 letztmals Getränke gereicht. Weitere Tore durch Winkler, Pickert, Schipper und Struß brachten bei drei Gegentreffern einen überzeugenden Erfolg. Den schönsten Treffer des Tages erzielte allerdings der Kölner Bohumil Ondraska. Zunächst schoss er wie eine Fontäne aus dem Wasser und wuchtete den Ball geradezu mit Überschallgeschwindigkeit ins lange Eck. Dieser Treffer könnte bei YouTube noch ein Hit werden, wenn ihn die Sharks mit ihrer Videoaufzeichnung ins Netz stellen sollten.
Dennoch wird der Aufstieg der White Sharks in die Pro A nur noch von hemmungslosen Pessimisten in Frage gestellt.
Die U18 der Sharks stehen im Finale um die deutsche Meisterschaft. Im heimischen SLZ besiegte das Team von Trainer Jobst Lange den SSV Esslingen mit 18:4 und trifft dort in einer Neuauflage des Finals aus dem vergangenen Jahr auf Spandau 04. Nach dem 11:8 im Hinspiel hatten die Gastgeber mit den Württembergern diesmal keine Mühe. Die Gäste von Trainer Bernd Berger traten nur mit einem kleinen Aufgebot und ohne ihren stärksten Akteur Zoran Bozic an. Mit 11:1 dominierten die Sharks ihren Kontrahenten bereits zur Halbzeit. In den letzten beiden Vierteln wechselte Trainer Lange munter durch und schonte einige Leistungsträger. Dadurch konnte der SSV das Spiel etwas offener gestalten. Für die Sharks trafen: Niclas Schipper (6), Ben Aust (3), Matthis Wiegmann, Finn Rotermund (je 2), Linus Schütze, Vitor Pavicic-Capucho, Marius Greiner, Steffen Hülshoff und Henri Riehn (je 1).
Die Spvg Laatzen hat ihr Heimspiel gegen den Hamburger TB 62 mit 14:4 gewonnen. Im heimischen Aqua Laatzium tankte das Team von Trainermanager Carsten Stegen damit Selbstvertrauen vor dem morgigen Gipfeltreffen mit Spitzenreiter Poseidon Hamburg an gleicher Stelle. Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Konter durch Goalgetter Michael Hahn hatten die „Schwarz-Gelben“ zunächst Glück, als ein klarer Treffer der Gäste nicht anerkannt wurde. In Überzahl markierte Jonas Seidel das 2:0. Die in den schwarzen Laatzener Ausweichkappen spielenden Gäste glichen jedoch durch zwei schöne Treffer zum 2:2 aus. Sieben Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels traf Tobias Müller mit einem gekonnten Aufsetzer nach einem in der Auszeit angesagten Spielzug. Im zweiten Spielabschnitt setzten sich die Laatzener dann ab. Die Abwehr um den überragenden Schlussmann Nicklas Dreßler verhinderte rund 20 Minuten lang einen Torerfolg der nie aufsteckenden Hamburger. Erst im letzten Spielabschnitt kamen die Gäste noch zweimal zum Zuge, konnten den klaren Erfolg der Spvg jedoch nicht verhindern. Für Laatzen trafen: Michael Hahn, Jonas Seidel, Michael Reiß, Tobias Müller, Robin Kaiser, Jens Möller (je 2), Sven Grüneberg und Joel Werner (je 1). FG

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