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Waspo 98 mit Fehlstart

Zum Auftakt der Finalserie um die deutsche Wasserballmeisterschaft hat Titelverteidiger Waspo 98 Hannover eine Niederlage kassiert. Mit 9:10 verlor das Team von Trainer Karsten Seehafer im Volksbad Limmer vor rund 400 Besuchern gegen den Dauerrivalen Spandau 04. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt gehen damit mit einer 1:0-Führung in die Fortsetzung der Spiele am Samstag und Sonntag in Berlin-Schöneberg.
Bei wider Erwarten gutem Wetter bekamen die Zuschauer im Freibad am Stockhardtweg zunächst einen torlosen Einstieg in die Partie zu sehen. Nach mehr als drei Minuten traf der wuchtige Center Stefan Pjesivac geschickt zur Führung für die von Coach Petar Kovacevic trainierten Spandauer. Der gut aufgelegte Darko Brguljan glich jedoch postwendend aus. Im Gegensatz zum jüngsten Pokalfinale gelang es der Waspo-Defensive diesmal nicht den gefürchteten Shooter und serbischen Nationalspieler Nikola Dedovic zu neutralisierten. Dieser brachte den Rekordmeister aus Berlin durch einen Doppelschlag mit 3:1 in Führung. Julian Real stellte mit einem präzisen Wurf aus großer Distanz den Anschluss kurz vor Viertelende her.
Erik Bukowski nutzte eine Überzahlsituation zum Ausgleich und auch den erneuten Führungstreffer durch Ben Reibel konnte Julian Real für Waspo zum 4:4 kompensieren. In der Folgezeit agierten die Hannoveraner im Angriff zu unpräzise und ließen den Spandauern zu viele Lücken, die diese zu Treffern nutzen konnten. Tiberiu Negrean brachte den Gast wieder in Führung. In der finalen Minute vor der Halbzeitpause erhöhten Lucas Gielen und Remi Saudadier auf 4:7, wobei Letzterer eine Sekunde vor der Sirene vollendete.
Im dritten Viertel agierte Waspo 98 entschlossener und kompakter. Center Jorn Winkelhorst traf nach einer schönen Drehung zum 5:7 und Luka Sekulic stopfte den Ball mit Urgewalt aus spitzem Winkel zum Anschlusstreffer. Nahezu sechs Minuten lang erzielten die Gäste kein Tor, und es roch nach dem Ausgleich, der jedoch im weiteren Verlauf der Partie bis zum Schluss nicht mehr fallen sollte. Nikola Dedovic markierte mit Übersicht das 6:8 und wurde damit zum Matchwinner der Berliner.
Zu Beginn des letzten Spielabschnitts verursachte Tobias Preuß einen Strafwurf, den der Rumäne Tiberiu Negrean sicher verwandelte, wenngleich Waspo-Keeper Moritz Schenkel noch mit den Fingern am Ball war. Der mutige Pere Estrany Esforzado verkürzte mit Präzision auf 7:9. Mit einem spektakulär verwandelten Freiwurf des besten Hannoveraners Darko Brguljan gelang Waspo 98 dann gut zwei Minuten vor dem Ende noch einmal der Anschluss. Auch nachdem Linkshänder und Nationalspieler Marin Restovic für Spandau technisch hochwertig ins kurze Eck erfolgreich war, erzielten die 98er durch Kapitän Predrag Jokic in Überzahl 63 Sekunden vor dem Ende das 9:10. Spandau konnte einen Angriff nicht nutzen und somit besaß Waspo noch einmal die Ausgleichschance. Doch schon im Spielaufbau verloren die Hannoveraner den Ball und Spandau 04 spielte die letzten Sekunden souverän von der Uhr.
Nach dieser verdienten – wenn auch knappen – Niederlage ist nun am anstehenden Auswärts-Wochenende Revanche gefragt. Ein evtl. viertes Spiel würde am kommenden Mittwoch um 19 Uhr erneut im Volksbad Limmer ausgetragen. FG

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