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Legt Waspo 98 international nach?

Der deutsche Meister Waspo 98 Hannover hat in der Champions League erneut Heimrecht: Drei Wochen nach dem 11:7-Sieg im nationalen Duell gegen die Wasserfreunde Spandau 04 empfangen die Niedersachsen am morgigen Mittwochabend im Stadionbad mit Ungarns Vizemeister Szolnoki VSC den Champions League-Gewinner von 2017, der in der laufenden Runde beim Kampf um den Endrundeneinzug diesmal massiv unter Druck steht. Die Partie läuft live und in voller Länge auch im bundesweiten Fernsehen auf SPORT 1 und startet daher bereits um 17:30 Uhr.

Mit dem Titelgewinn von 2017 hat sich der Klub aus der Provinzstadt bereits einen Platz in der europäischen Wasserballgeschichte gesichert, doch für die laufende Saison kämpfen die Ungarn mit harter Konkurrenz: Mit einer Bilanz von zwölf Punkten aus acht Spielen belegen die Ungarn gemeinsam mit Titelverteidiger Olympiakos Piräus aktuell Rang drei in der Tabelle der schwierigen Hauptrundengruppe B und müssen im weiteren Saisonverlauf zumindest die Griechen oder den bereits vier Zähler besser liegenden Tabellenzweiten BPM Sport Management (Italien) hinter sich lassen.

An der nicht ganz so einfachen tabellarischen Lage des ungarischen Vizemeisters haben auch die beiden deutschen Teilnehmer ihren Anteil gehabt: Vor dem Jahreswechsel kam Szolnok nicht über ein 9:9-Unentschieden bei Wasserfreunde Spandau 04 hinaus, und in der ersten Partie des neuen Jahres erkämpfte sich just Waspo 98 Hannover ein vielbeachtetes 10:10 in der dortigen Wasserballarena. Die wechselhafte Begegnung hatte damals beiden Teams gute Chancen auf einen Sieg beschert, so dass der Rückkampf erst recht Spannung verspricht.

Während die auch in der heimischen Liga schwächelnden Gäste beim morgigen Wiedersehen am Maschsee dringend auf die Punkte angewiesen sind, dürfen die Niedersachsen etwas langfristiger planen: Sie können als Ausrichter nicht nur vorab die Endrundenteilnahme verbuchen, sondern auch für die Saisonhöhepunkte im Mai und Juni anstehenden Saisonhöhepunkte mit nationaler Pokalendrunde, dem Meisterschaftsfinale und der Finalveranstaltung der Champions League noch weiter an ihrem Team feilen. Mit 17 Aktiven hat Trainer Karsten Seehafer hier nicht nur eine gute Auswahl, sondern auch nachdrängende deutsche Akteure in der Hinterhand.

So konnte Linkshänder Fynn Schütze erst in der vergangenen Woche auch beim dritten Länderspielaufritt abermals mehrfach treffen, und Reiko Zech hat eine Einladung für das vorläufige Aufgebot der Nationalmannschaft beim Weltliga-Spiel gegen Russland erhalten. Größer Wunsch neben einer steigenden Formkurve sind weitere Spielgewinne auf der internationalen Bühne, nachdem sich im bisherigen zu dem jüngsten Erfolg gegen den nationalen Rivalen Wasserfreunde Spandau 04 drei Unentschieden gesellt haben. Ein Sieg gegen Szolnok würde auf dem Weg dorthin einfach auch mental weiterhelfen.

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