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OSC überrascht beim Dritten ASC Duisburg

Potsdamer Bundesliga-Wasserballer gewinnen auswärts 10:7
Mit einem starken Auswärtsspiel beim Tabellen-Dritten ASC Duisburg haben die Bundesliga-Wasserballer des OSC Potsdam das Rennen um eine optimale Playoff-Ausgangsposition wieder spannend gemacht. 10:7 (1:3, 4:2, 3:1, 2:1) siegte die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir am Sonnabend im Schwimmstadion des Sportparks Wedau.
Zwei Spieltage vor Abschluss der ProA-Hauptrunde in der Deutschen Wasserball-Liga läuft nun sehr wahrscheinlich alles auf ein Duell im Viertelfinale des OSC gegen den SSV Esslingen hinaus. Mit 11:13 Zählern punktgleich bekleiden die beiden Clubs die Ränge vier und fünf. In dieses Geschehen könnte noch der sechsplatzierte SVV Plauen eingreifen, der bei noch vier offenen Partien und mit 6:14 Punkten in Lauerstellung liegt. Um noch auf den dritten Platz zu klettern, müsste der ASC Duisburg (15:9) seine verbleibenden Begegnungen verlieren, während Potsdam ihrerseits beide gewinnt.
„Am Ende müssen wir es ohnehin so nehmen, wie es kommt“, sagt André Laube, sportlicher Leiter des OSC, der die Männer nach Duisburg begleitete. „Das war jetzt vor allem für den Kopf ein wichtiger Sieg. Wenn wir nun die beiden DWL-Spiele im März ähnlich konzentriert und engagiert bestreiten, können wir mit breiter Brust in die Playoffs gehen. Unser ganz klares Ziel ist die Halbfinalteilnahme.“ Überzubewerten sei der Erfolg in Duisburg allerdings nicht, mahnt Laube. Mit dem Center der deutschen Nationalmannschaft Dennis Eidner fehlte krankheitsbedingt der spielstärkste Akteur des ASC. „Wir haben das vor allem defensiv sehr ordentlich gemacht, müssen aber im Angriff effektiver zu Ende spielen“, so Laube. „Schon im ersten Viertel waren wir mit unseren Kontern oft durch, haben aber zu wenig draus gemacht.“
Zur Folge hatte das einen raschen 0:2-Rückstand. Nach gut vier Minuten machte dann zwar Tomi Tadin das 1:2, nach Zeitstrafe gegen Potsdam erzielte Duisburg allerdings noch seinen dritten Treffer im ersten Abschnitt. Zum 2:3 traf OSC-Kapitän Hannes Schulz zu Beginn des zweiten Durchgangs. In Überzahl erzielte der Sportsoldat wenig später erneut den Anschluss zum 3:4. Für den ersten Ausgleich sorgte Matteo Dufour, den 5:5-Halbzeitstand markierte Lu Meo Ulrich.
Vorentscheidend setzte sich Potsdam nach einer starken Phase zu Beginn des dritten Viertels ab. Defensiv mit großer Bereitschaft und einem sehr sicheren Max Vernet Schweimer zwischen den Pfosten lief nun ein Schnellangriff nach dem anderen. Tomi Tadin traf zur ersten Führung und bediente im nächsten Angriff Center Ferdinand Korbel, der zum 7:5 einnetzte. In Überzahl hämmerte schließlich Lukas Küppers den Ball zum 8:5 in die Maschen. Beim Stand von 8:6 ging es in den letzten Abschnitt, der zunächst von viel „Kampf und Krampf“ geprägt war. Regelrecht erlösend war da das dritte Tor von Schulz zum 9:6, der mit seinem besten Saisonspiel sich auch das Prädikat „Spieler des Tages“ zurecht verdiente. Gut zwei Minuten vor Abpfiff trafen die Hausherren noch zum 9:7, postwendend verwandelte aber Tadin einen von Korbel erarbeiteten Strafwurf zum 10:7-Endstand.
Weiter geht es für den OSC nach einem spielfreien Wochenende am 9. März mit dem Heimspiel (16 Uhr) gegen den SSV Esslingen. Am 30. März findet das letzte Hauptrunden-Spiel bei der SG Neukölln statt.
Potsdam: Torhüter Max Vernet Schweimer/Marc Langer, Konstantin Hüppe, Max Kössler, Thilo Popp, Philipp Gottfried, Tomi Tadin (3), Sascha Seifert, Lukas Küppers (1), Ferdinand Korbel (1), Matteo Dufour (1), Hannes Schulz (3), Lu Meo Ulrich (1)

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