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Trotz Niederlage hochzufrieden

OSC-Wasserballer verkaufen sich beim 10:18 teuer gegen den Spitzenreiter
Trotz der 10:18 (2:5, 3:5, 3:3, 2:5)-Niederlage des OSC Potsdam gegen die Waspo 98 Hannover im Duell des aktuellen Fünften gegen den Spitzenreiter der Deutschen Wasserball-Liga waren die Potsdamer Verantwortlichen mehr als zufrieden. „Aus meiner Sicht das beste Spiel seit einigen Jahren gegen eines der beiden Topteams aus Hannover oder Spandau“, sagte André Laube, sportlicher Leiter im OSC. „Gerade offensiv war das äußerst erfrischend.“
Im Sport- und Freizeitbad blu ging der OSC mit einem extrem jungen Team ins Rennen, während die Hannoveraner Profis in nahezu Bestbesetzung aufliefen. Lediglich Deutschlands Nationaltorhüter Moritz Schenkel fehlte im Aufgebot der Niedersachsen, was die Hausherren durchaus zu nutzen wussten. Auch die „Youngsters“ mit den 18-Jähirgen Lu Meo Ulrich (4:6) und in seinem ersten DWL-Spiel Hendrik Walter (5:9) sowie dem noch 17-jährigen Sascha Seifert (9:14) konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Eine starke Partie machte außerdem Center Ferdinand Korbel, der sich auf der zentralen Position oft durchzusetzen wusste und zwei Treffer beisteuerte. Auch Kapitän Hannes Schulz fand nach langer krankheitsbedingter Pause gut in sein erstes Pflichtspiel und erzielte ebenfalls zwei Tore.
„Wenn man bedenkt, wer bei uns nicht im Wasser war, haben wir das sehr gut gemacht“, so Laube. Immerhin fehlten mit Lukas Küppers und Matteo Dufour zwei der drei besten Werfer des OSC. Wegen einer OP am Trommelfell musste außerdem Philipp Gottfried pausieren. „Die Kür gut zu absolvieren, ist die eine Sache; nun muss es auch in der Pflicht klappen.“ Laube spricht damit auf das kommende Match an. Nächsten Samstag geht es zum Tabellenschlusslicht Duisburger SV 98 und da muss Potsdam punkten, um nicht den Anschluss an den SSV Esslingen zu verlieren. Die Schwaben stehen nach bislang starker Saison auf dem vierten Platz (11:7 Punkte) und haben bereits vier Zähler Vorsprung vor den Potsdamern. „Entscheidend ist unsere Disziplin in der Verteidigung“, sagt Trainer Alexander Tchigir. „Auch gegen Waspo hätten wir in einigen Situationen da noch besser arbeiten können. Max im Tor hat da noch etliche Großchancen vereitelt.“ Tatsächlich parierte der Potsdamer Keeper Max Vernet Schweimer oft spektakulär und leitete mit gekonnten Pässen die Angriffe ein.
Nach 0:2-Rückstand erzielte Tomi Tadin per Strafwurf den 1:2-Anschluss und wenig später nach Zeitstrafe gegen Hannover das 2:2. Nach tollem Pass seines Bruders Florenz netzte Ferdinand Korbel zum 3:5 zu Beginn des dritten Viertels ein. Kaltschnäuzig hämmerte Lu Meo Ulrich den Ball zum 4:6 aus dem Rückraum ein, bevor der OSC drei Treffer in Folge hinnehmen musste. Hendrik Walter erzielte aus spitzem Winkel das 5:9, beim Stand von 5:10 wurden die Seiten gewechselt.
Nach der Pause erzielte Hannes Schulz das 6:11 und 7:12, Ferdinand Korbel traf in Überzahl zum 8:12. Im Schlussviertel war dann Sascha Seifert aus dem Rückraum zum 9:14 erfolgreich, den letzten Potsdamer Treffer markierte Tadin in Überzahl zum 10:15.
Während für den OSC nun die Vorbereitung auf das wichtige Spiel in Duisburg auf dem Plan steht, geht es für Lu Meo Ulrich ab dem morgigen Montag zur Herren-Nationalmannschaft. Der Zwölftklässler der Sportschule Potsdam kann sich berechtigte Aussichten auf einen Einsatz im Weltliga-Spiel am Dienstag in Dresden gegen Ungarn machen. Aus einem bislang 14- köpfigen wird Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) 13 Spieler für das Match nominieren. Für Ulrich wäre es das erste Spiel bei den Männern.
Potsdam: Torhüter Max Vernet Schweimer/Marc Langer, Konstantin Hüppe, Max Kössler, Thilo Popp, Luka Vucicevic, Tomi Tadin (3), Florenz Korbel, Sascha Seifert (1), Ferdinand Korbel (2), Hendrik Walter (1), Hannes Schulz (2), Lu Meo Ulrich (1)

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