Ein Remis der unglücklichen Sorte Drei Sekunden fehlten SV Weiden zum ersten Saisonsieg

*** SSV Esslingen durchbricht den Remis-Fluch und entführt beide Punkte aus der Hauptstadt ***
21. Januar 2019
Erfolgreiches Debüt der Damen in der Westliga
22. Januar 2019
Alle anzeigen

Ein Remis der unglücklichen Sorte Drei Sekunden fehlten SV Weiden zum ersten Saisonsieg

Es gibt Unentschieden, die freuen und auch welche, die ärgern. Das letzte Remis der Weidener Wasserballer am vergangenen Sonntag ist eins von den schmerzhaften. Drei Sekunden vor Spielende führten die SV-ler noch mit 13:12, ein folgenschwerer Fehler zog einen Strafwurf gegen die Hausherren nach sich, den die Gäste aus Köln nutzten und ein Remis in der Thermenwelt retteten.

Eine sehenswerte, sehr unterhaltsame Partie zweier Tabellennachbarn konnten, trotz der ungewöhnlichen Spielzeit, zahlreich erschienenen Anhänger des Weidener Wasserballsportes am Sonntagmittag in der Thermenwelt erleben. Die Weidener gaben das Spieltempo vor und erspielten sich vom Beginn an sehr viele Überzahlchancen, die über die gesamte Spieldauer einfach zu selten genutzt wurden; „Wenn wir eine Überzahlquote von 25 Prozent spielen, brauchen wir uns eigentlich nicht wundern, wenn es am Ende eng wird. Mit besserer Ausbeute müssten wir der unglücklichen Aktion am Ende des Spiels gar keine Beachtung schenken, das Spiel hätte viel früher entschieden werden müssen. Uns unterliefen insgesamt viel zu viele persönliche Fehler. Du kannst üben, was das Zeug hält, am Ende machst Du nichts daraus, wenn so viele Einzelfehler passieren. Wir könnten wir uns über diesen Punkt freuen, leider überwiegt aktuell das Gefühl des verlorenen Zähler. Wir hoffen, es nächste Woche gegen Wedding besser zu machen. Es wird aber sicherlich nicht einfacher“ haderte Trainer Thomas Aigner direkt nach dem Abpfiff mit dem unglücklichen Punktverlust.

So nah an einem Sieg waren die Oberpfälzer in dieser Saison in der Tat noch nicht. Die Einstellung und die körperliche Verfassung schienen zu stimmen, doch die Treffsicherheit und einige falsche Entscheidungen hielten die Gäste dauerhaft im Spiel. Nach dem 2:1 Zwischenstand im ersten Viertel ging die SV-ler das ganze Spiel lang nicht mehr in Führung, obwohl sie eine ganze Reihe von Chancen stets auf der Hand hatten. Sogar eine doppelte Überzahl wurde vergeben und so spielte es sich meiste Zeit ab. Der 10:10 Zwischenstand in der letzten Viertelpause ließ alle Optionen offen, für beide Teams. So gingen die Weidener zuerst in Führung, ließen sich aber mit einem Doppelpack des Gegners wieder die Butter vom Brot nehmen, doch diesmal wurden die Überzahlen gekonnt ausgespielt und der Routinier Andreas Jahn erzielte in der letzten Minute die lange ersehnte Führung. Die Kölner verpasstes es im darauffolgenden Angriff eine gefährliche Szene zu gestalten und die Weidener erkämpften sich, zur Freude ihrer Anhänger den Ball wieder. Die Zuschauer jubelten, sahen den ersten Sieg der Weidener bereits sicher und glaubten ihren Augen nicht, als drei Sekunden vor Ertönen der Endsirene ein Strafwurf gegen die Hausherren verhängt wurde. Einem Stürmerfoul, folgte eine unüberlegte und als unsportlich eingestufte Handlung eines Weidener Spielers, die der Schiedsrichter mit einem Strafwurf sanktionierte. Die Kölner nutzten die Chance und retteten am Ende nicht ganz unverdient einen Punkt in der Oberpfalz.

Die Weidener müssen weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Nächsten Samstag gastiert der SC Wedding Berlin in der Thermenwelt, kein leichtere Gegner als die Kölner, aber sicherlich im Rahmen der Weidener Möglichkeiten. Anpfiff ist um 18.00 Uhr.

SV Weiden – SGW Rhenania/BW Poseidon Köln 13:13 (3:4, 4:3, 3:3, 3:3)
Wasserverweise: Weiden 8 + Strafwurf + Spielzeitstrafe, Köln 16 + Strafwurf
Schiedsrichter: Rainer Spiegel, Ulrich Spiegel
DWL-Beobachter: Kurt Heidmann
„Spieler des Tages“: Spencer Hamby (Köln)
Zuschauer: 115

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Andreas Widiker, Feix Glaß, Michael Trottmann, Thomas Kick (1 Treffer), Denis Reichert (4), Jakob Ströll (4), Robert Reichert, Marek Janecek (1), Andreas Jahn (2), Sean Ryder (1), Alex Schäfer und Fabio Guarino
Trainer Thomas Aigner

Es können keine Kommentare abgegeben werden.