Kann Szolnok wieder der Weichensteller sein?

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Kann Szolnok wieder der Weichensteller sein?

Am 4. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde (Gruppe B) trifft das Team der Wasserfreunde Spandau 04 auf eine gut bekannte gegnerische Mannschaft. Zum vierten Male seit 2014/2015 begegnen sich beide Klubs in der Hauptrunde des Königswettbewerbs der besten Männerwasserball-Vereine Europas.
Bislang waren die Kräfte ziemlich eindeutig verteilt, zumindest wenn man nur die Spielergebnisse betrachtet. Fünf der bislang sechs absolvierten Partien gewann Szolnok. Aber 2017/18 gab es zwei knappe Resultate auf Augenhöhe: zunächst das umjubelte Heim-10:9 am 29. November 2017 im Schöneberger Schwimmbad, dann am 18. April 2018 ein knappes 8:9 bei den Magyaren. Beide Teams qualifizierten sich als Gruppen-Dritter und -Vierter für das Final 8 in Genua und belegten dort die Ränge 5 und 8.
Beide Kader sind aktuell kaum verändert. Aber auf beiden Seiten gibt es Probleme, den richtigen Spiel-Rhythmus und die Bestform zu finden. Szolnok, Champions-League-Gewinner 2017 hat nach drei Partien als Gruppen-Fünfter gerade einmal drei Punkte auf dem Konto und nach Niederlagen gegen Jug Dubrovnik (7:8) und Italiens CL-Neuling Busto Arsizio (5:7) nur einen Zittersieg gegen Jadran Split auf der Habenseite. Und das Berliner Team befindet sich nach zwei knappen Niederlagen (6:7/H gegen Dubrovnik und 7:9/A gegen Mladost Zagreb) sowie der Klatsche gegen 2018-CL-Sieger Olympiakos Piräus (4:11/A) sogar ohne Punkte gemeinsam mit Split am Ende des Achter-Feldes.
Beide Teams stehen daher bereits mächtig unter Druck, sollen in Sachen Endrunde nicht schon frühzeitig alle Felle davonschwimmen. Denn es muss ein Platz unter den ersten Drei erzielt werden, da Gruppengegner Waspo 98 Hannover (aktuell Sechster mit 2 Punkten) als Gastgeber des Final 8 fix qualifiziert ist. Das Ranking nach drei Hauptrunden-Spieltagen ist – von Dubrovnik abgesehen – ein durchaus überraschendes, denn gemeinsam mit den Kroaten führt Busto Arsizio (je 9 P.) die Gruppe vor Mladost Zagreb (7) und Piräus (4) an.
Für die Wasserfreunde wird die Begegnung am Mittwochabend auch deshalb eine besondere Zerreißprobe, weil mit dem verletzten Marko Stamm der Kapitän und Antreiber erneut fehlen wird. Dass die Mannschaft in der Lage ist, diesen Ausfall zu kompensieren, zeigte das Team am vergangenen Samstag während des DWL-Spitzenspiels gegen Waspo Hannover.
Nach einer 3:0-Führung und einer über lange Zeit exzellenten Defensivleistung verloren die Berliner dann doch durchaus unverdient mit 5:6 gegen die Hannoveraner, aber mental war der Auftritt des Teams von Petar Kovacevic dennoch ein gefühlter Erfolg. „Mental haben wir auf jeden Fall etwas mitgenommen für das Schlüsselspiel gegen Szolnok. Wenn wir denselben Einsatz zeigen und unsere unbedingte Willensstärke beweisen, können wir die Ungarn, die selbst noch auf der Suche nach ihrer einstigen Topform sind, absolut ins Wackeln bringen und gefährden“, gibt 04-Trainer Petar Kovacevic für den Mittwochabend in Schöneberg die Richtung vor.
Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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