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Sharks bestehen auch in Berlin

Das Spiel in Berlin gegen die Wasserballer aus Wedding stand unter einem schlechten Stern. Nach dem grippebedingt bereits Lukas Deike, Justus Gläser und Ingo Pickert als sicherere Ausfälle feststanden, gingen die Sharks ersatzgeschwächt ins Abschlusstraining. Dort verletzte sich zu allem Übel auch noch Torwart Dominik Schimanski. Der Spieler des Tages vom Spitzenspiel gegen Ludwigsburg renkte sich den Finger aus und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Als Ersatz musste der gerade mal 16-jährige Jugendnationalspieler Felix Benke ins Tor. Dieser machte nicht nur einen guten Job, sondern sicherte seinem Team mit der einen oder anderen tollen Parade sogar den 10:12 (3:2, 0:4, 4:2, 3:4) Sieg im Match gegen den SC Wedding (Wasserball im Kiez).

Ins Spiel fanden unsere Haie heute nämlich nur schwer. Die Startsieben der Sharks war mit durchschnittlichen 18,5 Jahren die jüngste Aufstellung der noch jungen Saison. Entsprechend nervös war auch die Anfangsphase unseres Teams. Zwar schaffte der spätere Spieler des Tages, Felix Struß, noch den 1:1 Ausgleich, doch legte Wedding nach und erhöhte auf 3:1. Vor dem Abpfiff des ersten Spielabschnitts konnte nur noch Kubisch auf 3:2 verkürzen.

Im zweiten Viertel spielten unsere Sharks hingegen völlig befreit auf. Mit zwei Toren von Struß und weiteren Treffern von Kubisch und Schipper drehte unser Team das Spiel. Insbesondere Torwart Benke lief zur Höchstform auf. Kein Schuss der Berliner konnte den jungen Torwart überwinden. So stand es zur Halbzeit 3:6 für die Sharks und unsere Haie sahen sich schon auf der Siegesstraße.

Auch im dritten Viertel waren unsere Sharks zunächst das angriffslustigere Team. Im Gegensatz zum zweiten Spielabschnitt fehlte aber jetzt die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Eine Überzahlsituation im Konter wurden eben so wie ein Fünfmeter liegen gelassen. Im Gegenzug traf Wedding erst zum 4:6 und nach einer vergebenen Überzahl unsererseits sogar zum Anschlusstreffer. Nach einer abgewehrten Unterzahlsituationen gelang schließlich Philipp Dolff doch noch das Tor zum 5:7. Aber die fast schon tot geglaubten Berliner waren nun wie losgelöst und glichen noch vor der letzten Pause zum 7:7 aus. Milan Sagat nahm folgerichtig eine Auszeit und Struß holte erst eine Rausstellung heraus und warf sein Team Sekunden vor der Pause wieder in Führung.

Das vierte und letzte Viertel entsprach gewissermaßen einer Wiederholung der beiden vorherigen Abschnitten. Erst legten die Haie mächtig vor. Haarstick, Kubisch und nochmal Haarstick netzten in knapp eineinhalb Minuten dreimal ein und so stand es schon kurz nach Wiederanpfiff 7:11 für die Sharks. Aber auch die Führung wurde fahrlässig fast komplett verspielt. Gerade mal zwei Minuten brauchte die Heimmannschaft um auf 10:11 zu verkürzen. Knapp mehr als vier Minuten ging es dann hin und her. Jedoch gelang weder Wedding der Ausgleich, noch unseren Sharks die Entscheidung. Der letzte abgewehrte Angriff knapp 20 Sekunden vor Schluss bedeutete schließlich der sechste Sieg unseres Teams in Serie. Den Schlusspunkt setzte dann noch Jan Rotermund mit dem 10:12 Treffer zur Schlusssirene.

Fazit: Schön gespielt haben unsere Haie dieses Mal nicht. Gegen nie aufgebende Weddinger tat man sich schwerer als erhofft, aber nimmt dennoch die nächsten zwei Punkte mit nach Hause. Der 16-jährige Felix Benke legte ein tolles Debüt hin und muss nach der Verletzung von Stammkeeper Schimanski eventuell noch öfter dieses Jahr das Bundesligator hüten.

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