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Nikar-Männer nur noch auf Bezirksebene

Traditionsverein SV Nikar Heidelberg muss im Männer-Wasserball in Zukunft kleinere Brötchen backen: Für die neue Saison hat der einstige Bundesligist trotz des erreichten Klassenverbleibs keine Mannschaft mehr für den Spielbetrieb der drittklassigen Oberliga Baden-Württemberg gemeldet, in der die Kurpfälzer seit der Saison 2003/2004 durchgehend vertreten gewesen sind.

Die Nikar-Verantwortlichen führen Personalprobleme an, die im Laufe der vergangenen Saison unübersehbar gewesen seien: „Zum letzten Spiel in Ulm sind wir nicht mehr angetreten“, schildert das stellvertretende Vorstandsmitglied Dr. Kai van der Bosch die Sachlage unverblümt. Mit dem Problem stehen die Badener jedoch nicht alleine da: An einer Reihe von Standorten wird über Nachwuchsmangel geklagt. Im Gegensatz zum Frauenwasserball ist der SV Nikar im Männerbereich zudem schon seit langen Jahren keine große Adresse mehr. In den Hochburgen Berlin, Hannover und Duisburg wird zumindest semi-professionell gespielt, und selbst in der heimischen Kurpfalz gibt es mit dem etablierten Zweitligisten SGW Leimen/Mannheim schon seit langen Jahren einen sichtbar höher rangierenden Platzhirsch.

Männer-Wasserball wird es beim deutschen Meister von 1920 aber auch weiterhin geben: In der neuen Saison wird die zweite Mannschaft des Klubs wie bisher in der Bezirksliga am Start sein und soll sich dort mit einer Mischung aus Routiniers und jungen Kräften zusammenfinden. Vielleicht geht dann auch in der Zukunft nach oben wieder etwas: Nach der Mannschaftsstreichung stünde dem SV Nikar in der nachfolgenden Spielzeit bei Interesse gemäß den Verbandsregularien ein Startplatz in der immerhin viertklassigen Verbandsliga Baden-Württemberg zu.

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