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Wiedergutmachung nach Fehlstart?

Drei Spiele in fünf Tagen:

Nur vier Tage nach dem 4:11-Auswärtsauftritt (2:2,1:4,1:2,0:3) bei Olympiacos Piräus in der Champions League am Mittwoch sind die Wasserfreunde Spandau 04 bereits erneut gefordert. Erneut auswärts geht es im Berliner Lokal-Duell der DWL gegen die SG Neukölln, wobei das „auswärts“ wie gehabt nur eine Formalie ist, denn das Schwimmbad Schöneberg ist die gemeinsame Spielstätte beider Teams in den Pflichtpartien der Bundesliga. Tags darauf haben die Spandauer am Sonntag im vorgezogenen Spiel des 7. Spieltages gegen den ASC Duisburg dann das Heimrecht.
Dies ist damit die dritte Begegnung innerhalb von nur fünf Tagen. Damit wird auch die Kraftfrage zum Thema: Wie wird der Vizemeister diese Aufgabe bewältigen? „Es kann eigentlich nur besser werden“, sagt der Präsident Hagen Stamm mit Bezug auf den 4:11-Fehlstart gegen Piräus. Obwohl erst drei von 14 Partien der CL-Hauptrunde gespielt sind, haben sich die Chancen der 04er auf das Erreichen des Final Eights im Frühjahr 2019 in Hannover bereits stark reduziert. Bekanntlich werden ja nur vier Tickets dafür in der Gruppe vergeben, Waspo hat eines davon als Gastgeber bereits sicher.
Spandau 04 steht nach drei Spielen mit null Punkten da, die Ungarn aus Szolnok sind am 5. Dezember in Berlin der nächste Gegner des Teams von Trainer Petar Kovacevic. Geht man von dem Spiel in Piräus aus, dürfte nicht allzu viel Optimismus angebracht sein. Das Fehlen des verletzten Kapitäns Marko Stamm (Muskelfaserriss im Bauchbereich) machte überdeutlich, wie wichtig der 30-jährige als zentrale Figur bei den Wasserfreunden ist. Sein Fehlen in Griechenland konnte nicht kompensiert werden.
Im Startviertel zeigte das Berliner Team in Piräus nach 0:2-Rückstand noch gute Reaktionen, der Ausgleich folgte und das Team ging zu Beginn des zweiten Abschnitts durch Remi Saudadier sogar 3:2 in Führung. Doch dann sank die Leistungsbilanz in den restlichen 23 Minuten Spielzeit. Das spielerische Niveau der Wasserfreunde ist nicht mit dem Viertelfinal-5:6 im vorhergehenden Duell beider Teams während des Final Eights im Mai 2018 zu vergleichen. Auch die jungen Spieler konnten in Piräus nur wenig bewegen.
Am Wochenende bekommt das Team nun gleich zwei Bewährungschancen: Gegen Neukölln, das nach vier Partien (2 Remis, 2 Niederlagen) noch auf den ersten Sieg wartet, und auch gegen Duisburg, das mit einem Spiel mehr die Tabelle verlustpunktfrei anführt (8:0), ist Spandau der hohe Favorit. Zumindest die Westdeutschen, Anfang November beim DSV-Supercup allerdings klarer 7:17-Verlierer gegen die Wasserfreunde, haben sich zuletzt deutlich stabilisiert und rechnen sich gegen eventuell mental angeschlagene Berliner eine Mini-Chance aus. „Wir wollen ohne Wenn und Aber in die Erfolgsspur zurück. Das betrifft sowohl die Ergebnisse als auch die Art und Weise, wie wir uns präsentieren“, sagt Hagen Stamm.

Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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