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Neuer DWL-Spielmodus als Entwicklungsmotor

Weniger Play-offs, mehr Planbarkeit: Die am Sonnabend in ihre 49. Spielzeit startende Wasserball-Bundesliga präsentiert auch einen neuen Spielmodus, wobei die Unterteilung in zwei sportlich getrennte Achtergruppen allerdings weiterhin erhalten bleibt. Nach zum Teil heftiger Kritik an dem erst im vergangenen Jahr stark veränderten Spielsystem wird in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) diesmal kontinuierlicher und vor allem auch besser planbar gekämpft werden. Zudem sollen die beiden Gruppen sportlich enger verknüpft und möglichst viele interessante Spiele ermöglicht werden.

An der Spitze bleibt es aber gehabt: Platz eins bis sechs der Pro A ziehen wie im Vorjahr in die Play-offs mit anschließender Kür des deutschen Meisters ein, wobei die beiden Topteams direkt im Halbfinale stehen. Dagegen bestreiten Rang sieben und acht der Pro A sowie Platz eins bis vier der Pro B in Anlehnung an frühere Eishockey-Spielsysteme eine Aufstiegsgrunde mit zehn Spieltagen, bei der die bisherigen Ergebnisse nicht mitgenommen werden. Die beiden besten Teams dieser Runde qualifizieren sich neben den sechs Play-off-Teilnehmern für die Pro-A-Staffel der Saison 2019/2020. Platz fünf bis sieben der Pro B müssen in eine Abstiegsrunde, wobei die hier vorherigen Ergebnisse mitgenommen werden. Der dortige Drittplatzierte wird der 15. der Gesamtwertung und geht in das Aufstiegsturnier mit den Landesgruppenvertretern. Platz vier wäre der Direktabsteiger in die 2. Liga, allerdings entfällt dieser in der kommenden Saison in Ermangelung einer 16. Mannschaft diesmal.

Als großer Vorteil des neuen Spielmodus wird die gleich mehrfach deutlich bessere Planbarkeit erachtet: So sind zum einen anders als in der Vorsaison sämtliche Mannschaften nahezu bis zum Saisonende im Einsatz, nachdem es im Vorjahr für ein Viertel der 16 Teams monatelange Pausen oder sogar gar ein Saisonende im Februar bzw. März gegeben hat. Lob für den neuen Modus gab es im Vorfeld unter anderem von dem A-Gruppen-Neuling Duisburger SV 98: „Werden wir Sechster, haben wir eine überragende Saison gespielt. Wenn nicht, können wir uns auf eine immens spannende Runde freuen“, sagt Trainer Frank Lerner. Durch den Ersatz von Play-off-Duellen durch Rundenduelle lassen sich zum anderen die Spieltermine ligaweit besser und vor allem auch langfristiger planen, zumal an diversen Standorte die hiesigen Vereine nicht fortwährend auf einen Zugriff über die Bäder verfügen. Auch Vereinsfreibäder können damit wieder besser genutzt werden.

Deutsche Wasserball-Liga 2018/2019

Teilnehmende Mannschaften

Pro A
Waspo 98 Hannover
Wasserfreunde Spandau 04
OSC Potsdam
ASC Duisburg
SG Neukölln
SSV Esslingen
Duisburger SV 98 (+)
SVV Plauen (+)

Pro B
SV Bayer Uerdingen 08 (-)
White Sharks Hannover (-)
SC Wedding
SV Krefeld 72
SV Ludwigsburg
SGW Rhenania Köln/BW Poseidon Köln
SV Weiden (N)

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