Flash quotes, Day 8
22. Juli 2018
DSV-Wasserballer verpassen Einzug ins Viertelfinale
22. Juli 2018
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Fortsetzung erwünscht …

4 REAL Julian GER celebration GER - HUN Germany (white caps) vs. Hungary (blue caps) Barcelona 20/07/2018 Piscines Bernat Picornell Men qualification 33rd LEN European Water Polo Championships - Barcelona 2018 Photo Andrea Staccioli/Deepbluemedia/Insidefoto

Die nächste Herausforderung kommt bestimmt: Deutschlands Männer kämpfen bei den 33. Wasserball-Europameisterschaften hier in Barcelona (Spanien) bereits heute um den Einzug in das Viertelfinale und die Rückkehr unter die acht besten Mannschaften des Kontinents. Allerdings wartet beim vierten Auftritt im Bernat-Picornell-Schwimmkomplex auf dem Montjuïc zum Auftakt der KO-Phase mit dem spielstarken WM-Vierten Griechenland allerdings ein absolutes Horrorlos, und wie schon beim 4:4-Unentschieden im letzten Gruppenspiel gegen Vize-Weltmeister Ungarn ist wieder eine Leistung aus der Kategorie „Sensation“ gefordert. Das Anschwimmen steigt um 18:30 Uhr und läuft wie gewohnt unter www.len.eu im Livestream der LEN.

Der Gegner bei den Duellen der Gruppenzweiten gegen jeweils einen Dritten ist in der Tat stark besetzt und spielt im Weltwasserball schon seit längerem regelmäßig um die vorderen Plätze zumindest mit: Gleich sieben von 13 Akteuren kommen vom neuen Champions League-Gewinner Olympiakos, der in Personalunion mit Theodoros Vlachos seit 2015 auch den Nationaltrainer stellt. Seitdem gab es Platz (2015) und vier (2017) bei den Weltmeisterschaften. In den Vorrundenduellen unterlag die griechische Mannschaft im Kampf um den Gruppensieg mit 7:11 gegen Kroatien, wobei das Resultat allerdings weniger eigenen Schwächen als der erneut herausragenden Spielstärke des Weltmeisters geschuldet war.

Die drei Vorrundenparten haben aber gezeigt, dass die ohne etatmäßigen Center Mateo Cuk (Schulterprobleme) angetretene DSV-Auswahl selbst auch über einiges an Steigerungspotential verfügt. Während Torhüter Moritz Schenkel in den erhobenen Statistiken aktuell die höchste Zahl gehaltener Bälle ausweist, hat beispielsweise das Überzahlspiel in Sachen Trefferausbeute so gut wie gar nicht funktioniert. „Aber wenn wir diese EM etwas gezeigt haben, dann dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern können“, gibt sich daher nicht nur Torhüter Kevin Götz, einer von fünf Neulingen im deutschen Team, kämpferisch.

Die Statistik gibt diesmal erstaunlich wenig her: Losbedingt erfolgten in der jüngsten Vergangenheit nur wenige Vergleiche mit der griechischen Mannschaft, wobei die beiden vergangenen EM-Duelle jeweils an Deutschland gingen. 2012 in Eindhoven (Niederlande) gewann die DSV-Auswahl, damals noch mit bekannten Namen wie Alexander Tchigir und Marc Politze, beim bisher letzten Sieg einer deutschen Mannschaft im Spiel um Platz fünf mit 9:6. 2010 im kroatischen Zagreb schnappten die Deutschen zudem mit einem 6:5-Erfolg in der Gruppenphase den Griechen im direkten Vergleich das WM-Ticket weg.

Dass den Griechen durchaus beizukommen ist, bewies auf deutscher Seite in der aktuellen Saison das Vereinsteam der Wasserfreunde Spandau 04, das bei der Champions League-Endrunde in Genua (Italien) nur knapp mit 5:6 dem späteren Sieger Olympiakos unterlegen war. Eine Verknüpfung mit dem jüngsten 4:4-Unentschieden der DSV-Auswahl hier in Barcelona gegen Vize-Weltmeister Ungarn wäre daher mehr als nur faszinierend, und vielleicht setzen die Deutschen auf dem Montjuïc ihre jüngsten Steigerungen diesmal vielleicht sogar auch im Ergebnisbereich fort. Aus diesen Blickwinkeln heißt es daher gleich mehrfach: Fortsetzung erwünscht …

33. Wasserball-Europameisterschaften 2018 in Barcelona (Spanien)

Auftakt der KO-Phase

Sonntag, den 22. Juli 2018 (Überkreuzduelle Männer und Platzierung)
13:30 Georgien – Türkei – Platz 13 – 16
15:00 Malta – Slowakei – Platz 13 – 16
17:00 Ungarn – Niederlande – Überkreuzduelle
18:30 Deutschland – Griechenland – Überkreuzduelle
20:30 Montenegro – Rumänien – Überkreuzduelle
22:00 Frankreich – Russland – Überkreuzduelle

Foto:

Julian Real muss mit der DSV-Auswahl erneut „Sensationelles“ leisten. Foto: deepbluemedia/Giorgio Scala

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