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Double perfekt, jetzt Bundesliga?

Weidener Wasserballer gewinnen aus den Süddeutschen Pokal

(prg) Die ursprüngliche Saison-Zielsetzung wurde am Dienstag im heimischen Schätzlerbad erfüllt, jetzt können die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden sogar ein Sahnehäufchen noch drauflegen. Im Finale um den Süddeutschen Wasserball-Pokal gewannen die SV-ler gegen den Dauerrivalen SV Würzburg mit 10:7 Toren, am kommenden Wochenende steigt das Aufstiegsturnier zur Deutschen Wasserball-Liga in Weiden.

Das mit Spannung erwartendes Finale begann, geprägt durch massive Verteidigungsbemühungen auf beiden Seiten, ziemlich verhalten und zähe. Die Weidener, vom Beginn an optisch überlegen, schafften es in den ersten zwei Vierteln nicht, ihre Torchancen umzumünzen, um ihre Favoritenrolle zu bestätigen. Mit 2:1 gingen die Kontrahenten zur ersten Pause, Würzburg verkürzte sogar noch auf 2:2 zum Seitenwechsel. Trainer Aigner aber fand offensichtlich die richte Worte in der Halbzeitpause, seine Schützlinge eröffneten nämlich das dritte Viertel mit drei Treffern in Folge und setzten sich zwischenzeitlich auf 5:2 und bis zur letzten Pause schließlich vorentscheidend auf 8:4. Das Spiel wurde zunehmend härter, die Mannschaften schenkten sich nichts mehr und das Spiel wurde immer zweikampfbetonnter, aber damit leider nicht attraktiver. Mit dieser Spielart kamen die Hausherren offensichtlich besser klar und behielten, trotz unnötiger Härte auf beiden Seiten, doch noch die Kontrolle. Das Schlussviertel ging schlussendlich mit 3:3 zu Ende und das Endergebnis verdientermaßen 10:7 an die Oberpfälzer. Damit erfüllten die Weidener gänzlich die Saisonzielsetzung und verteidigten das Double im Süden der Republik. Die Chance und damit auch die Absicht, den Aufstieg in die Deutsche Wasserball-Liga in Angriff zu nehmen, ergab sich erst gegen Ende der Saison, vor wenigen Wochen, nicht desto Trotz, wollen die Mannen um den Kapitän Thomas Kick jetzt auch die Hürde nehmen und das Turnier im eigenen Bad am kommenden Wochenende erfolgreich bestreiten: „Mit dem Double in der Hand wollen wir jetzt auch aufsteigen, zu verlieren haben wir nichts mehr, gewinnen können wir dafür jede Menge“ erklärt der Kapitän nach dem Pokalfinale, „Wir habe das Potenzial und die Chance, kein Spiel mehr in der laufenden Saison zu verlieren und die endet bekanntlich mit dem Aufstiegsturnier am Sonntag, damit wäre auch der Aufstieg perfekt. Das Pokalfinale war zwar spielerisch nicht das schönste, aber ganz gut für die Moral der Mannschaft. Wir blieben mannschaftlich geschlossen und taktisch diszipliniert, auch wenn es anfangs eng und später rustikaler wurde“ ergänzte Trainer Thomas Aigner.

Kaum wurde das Spiel abgepfiffen und der Pokal durch den Rundenleiter Ralf Müller in die Hände der Weidener Mannschaft übergeben, gelten schon andere Prioritäten. „Die gesamte Konzentration müssen wir jetzt in das Aufstiegsturnier investieren und uns ab sofort auf unser nächstes Ziel fokussieren und das heißt Aufstieg!“ gibt der Keeper der Oberpfälzer Matthias Kreiner vor. Die Gegner seiner Mannschaft sind Rhenania Köln (vorletzter der vergangenen Bundeliga-Saison), SpVg Laatzen (Meister der 2.Wasserball-Liga Nord) und Düsseldorfer SC (Meister der 2.Liga West).

Der Spielplan des Aufstiegsturniers im Schätzlerbad:
Samstag, den 30.06.18
1. 10:00 Uhr Düsseldorfer SC – SGW Rhenania /BW Köln
2. 11:30 Uhr SV Weiden – SpVg Laatzen
3. 17:00 Uhr SGW Rhenania/BW Köln – SpVg Laatzen
4. 18:30 Uhr SV Weiden – Düsseldorfer SC

Sonntag, den 01.07.18
5. 10:00 Uhr Düsseldorfer SC – SpVg Laatzen
6. 11:30 Uhr SV Weiden – SGW Rhenania/BW Köln

Süddeutscher Wasserball-Pokal 2018, Finale
SV Weiden – SV Würzburg 10:7 (2:1, 0:1, 5:2, 3:3)
Wasserverweise: Weiden 12+Strafwurf+Spielzeitstrafe (Janecek), Würzburg 9+Strafwurf
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer (Coburg), Winfried Horsch (Schweinfurt)

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann (2 Treffer), Alexander Hinz (1), Michael Trottmann (1), Thomas Kick (1), Denis Reichert, Jakob Ströll (4), Robert Reichert (1), Marek Janecek, Andreas Jahn und Sean Ryder
Trainer Thomas Aigner

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